München – Erst der PCR-Test, dann das Fußball-Vergnügen. Unter dieses Motto hätte der FC Bayern den Montag am liebsten gestellt. Weil es dann bei den bekannten Corona-Infektionen von Manuel Neuer (35), Corentin Tolisso (27), Kingsley Coman (25), Omar Richards (23) und Co-Trainer Dino Toppmöller (41) geblieben wäre und der Rest des Kders sich auf den Wiedereinstieg in die Bundesliga am Freitag gegen Mönchengladbach hätte vorbereiten können. Es kamen jedoch weitere Fälle dazu. Mindestens zwei: Lucas Hernandez und Tanguy Nianzou wurden vom Verein am Abend als positiv getestet vermeldet, unklar war noch der Status bei Leroy Sané, Dayot Upamecano und Josip Stanisic, der erst Mitte November betroffen gewesen war. Es sieht so aus, als habe die Omikron-Welle den Tabellenführer voll erwischt.
An der Säbener Straße war für Spieler, Trainer und Staff-Mitglieder am Montagmorgen Drive-In-PCR-Test-Station aufgebaut. In weiser Voraussicht. Einer der ersten, die antraten: Marcel Sabitzer (27). Der Österreicher verbrachte die Feiertage mit seiner Verlobten und Tochter auf den Malediven, erschien mit Kapuze über den Kopf gezogen bereits um kurz nach 7 Uhr an der Teststraße.
Auch Joshua Kimmich (26) zählte zu den Frühaufstehern. Um 7.55 Uhr fuhr er nach dem absolvierten Abstrich aus der Tiefgaragenausfahrt. Der Mittelfeld-Antreiber kann es nach überstandenen Folgen einer Corona-Erkrankung (leichte Infiltrationen in der Lunge) kaum erwarten, wieder loszulegen. Kein Wunder: Das letzte Mal trainierte er am 17. November 2021 mit seinen Mitspielern. Danach ging es für Kimmich in eine Art Quarantäne-Marathon. Darum arbeitete er bereits am Sonntag, wie auch Superstürmer Robert Lewandowski (32), individuell im Leistungszentrum.
Besonders gut drauf waren am Montagmorgen Serge Gnabry (26) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der am 1. Januar 45 Jahre alt geworden war. Trainer Julian Nagelsmann verließ nach dem PCR-Test um 8.04 Uhr das Trainingsgelände mit seinem Dienst-Audi. Einer der letzten Stars beim PCR-Test: Thomas Müller (32). Der Bayer rauschte um 8.23 Uhr wieder von der Säbener Straße ab.
Danach stand das große Zittern an. Denn: Nur mit einem negativen Testergebnis durften die Spieler an der ersten Trainingseinheit des neuen Jahres teilnehmen, die um 16 Uhr stattfand. Wer fehlte auf dem Platz hinter der blickdichten Plane? Beobachter vermissten auf den ersten Blick Dayot Upamecano, Tanguy Nianzou, Leroy Sané und Lukas Hernandez. Nicht mehr in Diensten des FC Bayern ist seit gestern Michael Cuisance (22). Der französische Mittelfeldspieler wechselt zum italienischen Serie-A-Club FC Venedig, hat dort einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Die Ablöse soll rund vier Millionen Euro betragen. Gekostet hatte er das Doppelte-