FUSSBALL IN KÜRZE

Coutinho wird an Aston Villa verliehen Trippier wechselt zu Newcastle Vor Afrika-Cup: Kritik und Unmut

von Redaktion

Der ehemalige Bayern-Profi Philippe Coutinho wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom FC Barcelona zum englischen Premier-League-Club Aston Villa. Dies gaben die Engländer am Freitag bekannt. Der Vertrag stehe noch unter der Bedingung, dass der 29-Jährige den medizinischen Test bestehe und eine Arbeitserlaubnis für Großbritannien erhalte. Coutinho sammelte bereits beim Jürgen-Klopp-Club FC Liverpool England-Erfahrung und spielte dort zusammen mit Villa-Coach Steven Gerrard. Villa hat sich außerdem eine Kaufoption für den Südamerikaner zusichern lassen.

Newcastle United hat unter den neuen Besitzern aus Saudi-Arabien den ersten großen Einkauf getätigt: Abwehrspieler Kieran Trippier wechselt von Atletico Madrid zum Tabellenvorletzten der Premier League. Die Magpies zahlen rund 16 Millionen Euro plus Zusatzkosten für den englischen Nationalspieler, Trippier unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2024. „Ich freue mich sehr, zu diesem fantastischen Verein zu kommen“, sagte Trippier: „Ich weiß, dass viel Arbeit vor uns liegt, aber ich kenne die Anforderungen der Premier League gut.“ Newcastle war im Oktober für etwa 350 Millionen Euro von einem saudi-arabischen Konsortium übernommen worden. Mit bislang einem SaisonSieg kämpft der Club gegen den Abstieg.

Der Afrika-Cup im Hochrisikogebiet Kamerun sorgt schon vor dem ersten Anpfiff für Diskussionen. Der langjährige deutsche Nationaltrainer Nigerias, Gernot Rohr, kann die Aufregung nicht verstehen. Die Infrastruktur im Gastgeberland sei „hervorragend“, betonte Rohr. Dennoch ist die Stimmung vor dem Eröffnungsspiel am Sonntag zwischen Kamerun und Burkina Faso gereizt. Zahlreiche Clubs sind über die Abstellungen ihrer Spieler für das Turnier mitten in der Saison sauer. Doch eine Alternative gab es nicht. Im Sommer ist in Kamerun Regenzeit. „Da geht es nicht. Dafür muss man Verständnis aufbringen“, sagte Rohr. Ihren Unmut äußerten aber auch die Vertreter der Bundesliga. „Die Austragung ist ärgerlich“, sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: „Aber es besteht nun mal eine Abstellungspflicht.“ In Afrika stößt die Kritik auf wenig Verständnis – auch wenn es in den vergangenen Tagen schon viele Corona-Fälle gab. Unter anderem wurde der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (Gabun) positiv getestet. Die Frage, ob man nicht lieber in den Niederlanden bleibe, um dort zu spielen, zeige „den Mangel an Respekt für Afrika“, sagte der ivorische Nationalspieler Sebastien Haller von Ajax Amsterdam. „Würde diese Frage jemals einem europäischen Spieler vor den Europameisterschaften gestellt werden?“ Die Vorfreude bei den Akteuren ist groß – auch unter den 16 Deutschland-Legionären, von denen zwölf aus der Bundesliga kommen.

Artikel 1 von 11