München – Das neue Fußball-Jahr ist noch keine zwei Wochen alt, und der FC Bayern kann bereits den ersten Erfolg in Sachen Zukunftsplanung vorweisen: Kingsley Coman (25) soll noch in dieser Woche seinen 2023 auslaufenden Vertrag langfristig verlängern. Darüber hinaus wird der Flügelspieler laut der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ in die Kategorie der Top-Verdiener aufsteigen. Das geschätzte Jahresgehalt von Coman soll verdoppelt werden – von acht auf 17 Millionen Euro brutto. Der Deal ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, doch es deutet alles daraufhin, dass Coman seine Unterschrift bald unter das neue Arbeitspapier setzen wird.
Der Spieler wollte noch diesen Winter Klarheit über seine Zukunft. Die finalen Rahmenbedingungen für den neuen Vertrag hatten Club- und Spielerseite bereits Mitte Dezember abgesteckt. So wurde dem Offensivspieler ursprünglich eine Vertragslaufzeit bis 2025 angeboten – zu wenig für den „King“. Der Verein streckte sich und stimmte einem längeren Kontrakt zu. Dem Vernehmen nach bis 2027.
Daran hat auch Julian Nagelsmann einen großen Anteil. Der Bayern-Trainer machte in den vergangenen Wochen und Monaten öffentlich keinen Hehl daraus, dass er auf einen Verbleib von Coman hofft. „Er ist einer der Top-Flügelspieler auf diesem Planeten. Ich würde gerne noch viele, viele Jahre mit ihm zusammenarbeiten“, schwärmte Nagelsmann.
Zwar wurde Coman im vergangenen halben Jahr mit zahlreichen Top-Clubs in Verbindung gebracht, ein konkretes Angebot lag dem Franzosen jedoch nie vor. Lediglich der finanziell klamme FC Barcelona erkundigte sich nach einem möglichen Leihgeschäft, was für den Spieler jedoch nicht in Frage kam. Auch Paris zeigte loses Interesse an seinem einstigen Jugendspieler. Doch eine Rückkehr ist derzeit kein Thema. Von einer möglichen Zukunft in der Premier League nahm das „hochsensible Rennpferd“ (O-Ton Jupp Heynckes) aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit ebenfalls Abstand. Darüber hinaus hatte es der zwischenzeitlich engagierte Berater Pini Zahavi nicht geschafft, den Kicker ernsthaft auf dem englischen Markt zu platzieren.
Was Coman beeindruckte und in seiner Entscheidung beeinflusste: Wie sehr sich die Bayern rund um seine Herz-Operation um ihn gekümmert hatten. Auch darum wollte er den Verein nicht in die unangenehme Lage bringen, ihn im Sommer 2023 ablösefrei ziehen lassen zu müssen, wie es vergangenen Sommer bei David Alaba der Fall war.
Coman empfindet auch Dankbarkeit gegenüber dem FC Bayern.