Den Druck abgeschüttelt

von Redaktion

70:52 – Beeindruckende Bayern-Basketballer fertigen Maccabi Tel Aviv ab

VON THOMAS JENSEN

Müncben – Die Basketballer der FC Bayern sind in der Euroleague zurück in der Erfolgsspur. Zwei Tage nach der Niederlage beim FC Barcelona haben sie gegen Maccabi Tel Aviv mit 70:52 gewonnen. Vor der Begegnung hatten beide Mannschaften eine leicht negative Bilanz vorzuweisen, mit einer Niederlage mehr als Siegen. Entsprechend knapp war der Rückstand auf Rang acht, der den Einzug in die Playoffs erlaubt und den vor dem Spieltag Anadolu Efes mit einer neutralen Bilanz bekleidete.

Der daraus resultierende Druck war den Spielern des FC Bayern zunächst mehr anzumerken als ihren Gegnern. Beinahe drei Minuten benötigte das Team von Trainer Andrea Trinchieri für den ersten Korb. Correy Walden traf aus der Ecke für drei Punkte zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Der jedoch nicht lange Bestand hatte, denn auch danach war die Ausbeute der Münchner gering. 13:16 endete das erste Viertel.

Am knappen Rückstand änderte sich zunächst nichts, was daran lag, dass nun beide Mannschaften Probleme hatten, offensiv zu glänzen. Erstmalig in Führung gingen die Münchner dann 4:30 vor der Halbzeit, als Center Radosevic zwei Dreipunktewürfe traf und so auf 23:22 stellte. Der 31-Jährige bestrafte, dass ihn die gegnerische Defense unbedrängt abschließen ließ.

Das Spiel erinnerte nun an die intensiven Abnutzungskämpfe, wie man sie von den Bayern in den letzten Spielen einige Male gesehen hatte, etwa gegen Alba Berlin oder Barcelona. Glück hatten die Münchner kurz vor der Halbzeit, als Corey Walden im vermeintlich letzten Angriff den Ball herschenkte und den Gästen die Chance gab, vor der Halbzeit noch in Führung zu gehen. Derrick Williams, der auch schon ein Jahr für den FCBB gespielt hatte, wurde angespielt, lief frei auf den Münchner Korb zu und stopfte den Ball mit Ertönen der Sirene in den Ring. Die Entscheidung, ob er das noch rechtzeitig getan hatte, fällten die Schiedsrichter erst, als beide Teams schon in der Kabine waren: Der Korb zählte nicht. Es blieb somit beim 30:29 für die Gastgeber.

Vor den Augen von Marko Pesic, Geschäftsführer der Bayern, dessen Vertrag am Donnerstag vorzeitig bis 2025 verlängert wurde, wuchs dieser minimale Vorsprung nun langsam aber stetig an. Zwar wehrten sich die Gäste, vor allem in Person von Scottie Wilbekin, dem fünftbesten Schützen der Euroleague, der am Donnerstag einmal mehr bester Werfer Tel Avivs mit 20 Punkten wurde. Doch seine Mitspieler wussten die Münchner sehr gut zu verteidigen. Simultan mehrten sich die Erfolgserlebnisse, der nun befreiter aufspielenden Offense der Bayern. Auffälligster Akteur war einmal mehr Corey Walden, der nicht nur mit 13 Punkten glänzte, sondern auch spektakulären Anspielen auf seine Mannschaftskollegen. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit wurde das Spiel so zu einer letztendlich verdientermaßen deutlichen Angelegenheit

Für die Bayern steht am Samstag in der Bundesliga das Spiel gegen die Löwen Braunschweig an, bevor es in der Euroleague weiter geht. Allerdings haben sie mit dem Gastspiel bei Fenerbahce Istanbul nur einen internationalen Auftritt in der kommenden Woche.

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