Ein ockerfarbener Klotz mitten im Nirgendwo, rund zehn Stockwerke hoch. Der Blick aus dem Fenster fällt auf kahle Hügel. Von Schnee, von einer Loipe nichts zu sehen. Stattdessen weiß-gelbes Flatterband, rote Warnschilder, Überwachungskameras. Quarantäne in der Einöde statt Goldjagd auf der großen Olympiabühne – so sieht noch immer die olympische Realität von Eric Frenzel aus. Und mit jedem Tag, mit jedem weiterem Test mit einem CT-Wert unter 35 sinkt die Hoffnung des Sachsen auf ein Happy End.
„Es wird immer schwieriger“, sagte Frenzel mit Blick auf den nahenden Einzel-Wettkampf am Dienstag dem ZDF, der TV-Sender hatte sich am Donnerstag auf den Weg gemacht zur Isolationsunterbringung des 33 Jahre alten Rekordweltmeisters der Nordischen Kombinierer. Allzu gerne wäre der Sachse zumindest bei der Entscheidung von der Großschanze und in der Staffel am Donnerstag dabei. Noch immer heißt es aber für ihn: Abwarten statt vorbereiten.
Wie lange, das ist für Frenzel, dessen Frau und Kinder für Olympia ebenfalls Entbehrungen auf sich genommen hatten, noch nicht absehbar. Von einem „sehr, sehr großen Schock“ sprach Frenzel, der in seinem immerhin wohnlichen Zimmer versucht, sein Fitnesslevel auf höchstem Niveau zu halten. „Ich kann mich nicht beschweren. Ich habe alles, was ich brauche“, sagte er. sid