Weiter beste Aussichten im Eiskanal

von Redaktion

Diese Medaillen sind für das Team Deutschland noch möglich: Ein Chancen-Check

Peking – Sieben (!) Goldmedaillen in den ersten sieben Tagen, dazu vier Mal Silber – das deutsche Team hat – der Eisrinne sei Dank – einen perfekten Start in die Peking-Spiele hingelegt. Ob es am Wochenende so weitergeht und wie die Medaillenchancen in der zweiten Woche aussehen lesen Sie in unserer Prognose.

Goldkandidaten

Im Zweier- (15. 2.) und Vierer-Bob (20. 2.) geht die Goldmedaille nur über Fahnenträger Francesco Friedrich. Die knifflige Kurve 13 sieht er nicht als das „mega Problem. Der Scharfrichter sind eher alle zwölf Kurven davor“. Auch Laura Nolte und Kim Kalicki sind im Zweier (19. 2.) heiße Gold-Kandidaten. Ärgster Konkurrentin: die von Corona genesene Elana Meyers Taylor. Im Monobob-Debüt (14. 2.) sind die Frauen im erweiterten Favoritenkreis. In der Nordischen Kombination ist Vinzenz Geiger nach seinem Husarenstück auch auf der Großschanze (15. 2.) alles zuzutrauen, unabhängig davon, ob Topfavorit Jarl Riiber noch rechtzeitig aus der Corona-Quarantäne herauskommt. Auch das Kombi-Team (17. 2.) hat beste Chancen.

Medaillenchancen

Die Biathleten haben mit dem Männer-Sprint (Samstag), den Verfolgungen (Sonntag) und den Massenstarts (18. 2. und 19. 2.) noch viele Chancen. Denise Herrmann und Benedikt Doll ist am meisten zuzutrauen, mit Glück auch Johannes Kühn im Sprint. Die Konkurrenzdichte ist aber enorm. Auch den Alpinen werden die Medaillen nicht geschenkt. Alex Schmid im Riesenslalom (Sonntag), Kira Weidle in der Abfahrt (15. 2.), Linus Straßer im Slalom (16. 2.) und das Team im Parallel-Wettbewerb (19. 2.) können allesamt aufs Podest fahren. Es kann sie aber auch das Lena-Dürr-Schicksal (hauchdünn Vierte) ereilen. Skispringer Karl Geiger, vor den Spielen Gold-Topfavorit, ist vom Podest plötzlich weit entfernt, am ehesten ist Markus Eisenbichler auf der Großschanze (Samstag) etwas zuzutrauen. „Ich bin auf dem richtigen Weg, es macht wieder mehr Spaß“, sagte der Siegsdorfer, der auch schon das Mannschaftsspringen (14. 2.) im Hinterkopf hat. „Da zählt es. Da wollen wir um die Medaillen kämpfen.“ Auf dem Podest sind auch die Skeleton-Fahrerinnen Hannah Neise und Tina Herrmann zu erwarten: Nach den ersten beiden Läufen liegen sie auf den Plätzen zwei und drei.

Außenseiter

Freestyle-Snowboarderin Annika Morgan war im Weltcup schon Dritte. An einem Traumtag ist beim Big Air (15. 2.) was drin. Gleiches gilt für Skicrosser Florian Wilmsmann (18. 2.) und die Biathlon-Staffeln (15. 2. und 16. 2.). Auch die Langlauf-Staffeln (16. 2.) hoffen, realistisch ist es aber eher nicht. MATHIAS MÜLLER

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