OLYMPIA KÜRZE

Fackelläufer von 2008 in chinesischer Haft Goldener Pin für Lesser

von Redaktion

Sportpolitik

Ein uigurischer Fackelläufer, der das olympische Feuer 2008 für die Sommerspiele in Peking getragen hatte, sitzt einem Medienbericht zufolge eine 14-jährige Haftstrafe ab. Wie der US-Sender Radio Free Asia (RFA) unter Berufung auf lokale Polizeiangaben berichtete, wird Adil Abdurehim vorgeworfen, „konterrevolutionäre Videos“ geschaut zu haben. Das einst treue Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas sitze demnach bereits seit fünf Jahren in Haft. Als Mitarbeiter des Kultur- und Sportamtes des Bezirks Saybagh (Region Xinjiang) habe Adil das olympische Feuer 2008 durch seinen Stadtteil getragen, berichtete RFA. Die Nachricht folgt auf den Auftritt der uigurischen Skilangläuferin Dinigeer Yilamujiang bei der Eröffnung der Winterspiele in Peking, wo sie mit dem Nordischen Kombinierer Zhao Jiawen die olympische Flamme entzündet hatte. Ihr Einsatz wurde als „politische Show“ der chinesischen Führung kritisiert.

Biathlon

Erik Lesser hat bei den Spielen in Peking in einem Rennen für Ersatz-Athleten zumindest ein kleines Erfolgserlebnis gefeiert – und darf einen goldenen Pin mit nach Hause nehmen. „Es ist keine Medaille, aber es ist etwas“, schrieb Lesser bei Instagram. In einem Massenstart über 12,5 km mit insgesamt neun Athleten traf Lesser alle 20 Schüsse und kam als Erster in Ziel. Für den Sprint in Zhangjiakou war der Thüringer, der in China zum letzten Mal bei Olympia antritt, von Bundestrainer Mark Kirchner nicht nominiert worden. Somit verpasste er auch die Verfolgung. Grund dafür war ein indiskutabler 67. Platz im Einzel. Das sei „ein Betriebsunfall“ gewesen, „wo ich gerne wüsste, warum der passiert ist“, sagte Lesser im Podcast „Das Biathlon Doppelzimmer“ mit Arnd Peiffer. Damit ist er auch für den abschließenden Massenstart raus, einzig in der Staffel sollte der Startläufer der vergangenen Jahre gesetzt sein.

Artikel 1 von 11