Yanqing – Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich hat sich nach der Trainingseinheit am Donnerstag frustriert über die Eisqualität gezeigt. „Die Bahn ist total ausgeschlagen, wenn du so weit hinten fährst, dann macht es kein Spaß zu fahren, weil du immer wieder in Rillen reinkommst und da ist es für den Vierer schon grenzwertig mit dem kalten Eis, weil es einfach herausbricht“, meinte Friedrich, der mit Startnummer 22 in die Trainingsläufe drei und vier ging.
„Da ist dann keine Substanz mehr da, da wirst du immer wieder in Spuren reingezogen, was nichts mit Fahren zu tun hat“, ergänzte Friedrich und wollte dann intern diskutieren, ob das Abschlusstraining am Freitag sinnvoll ist. Im ersten Trainingslauf der Königsklasse am Dienstag war er Bestzeit gefahren. Diesmal passte es nicht so. „Wir hatten oben noch ein paar Probleme, müssen mal gucken, wir haben noch was umgestellt am Schlitten. Ich denke, das werden wir einfach wieder zurücknehmen, dann wird alles seinen Gang gehen“, betonte der Rekordweltmeister.
Die Viererbob-Piloten Johannes Lochner und Christoph Hafer werden nach guten Fahrten wohl auf das Abschlusstraining verzichten. „Wahrscheinlich nicht, die Linie passt“, sagte Lochner und ergänzte: „Es ist schon deutlich anders als im Zweier. Der Spielraum für Fehler ist noch kleiner. Es ist so ein schmaler Grat, wenn du fünf Zentimeter höher oder tiefer im oberen Teil bist oder einen halben Meter später lenkst, dann ist es gleich so ein anderer Ausfahrtswinkel wo du rutschst oder eine Bande kriegst.“
Bei den Frauen verzichteten Mariama Jamanka (Oberhof) und Laura Nolte (Winterberg) auf das Abschlusstraining. Kim Kalicki (Wiesbaden) absolvierte den vorletzten Trainingsdurchgang und fuhr dabei Bestzeit. „Wenn ich vier Mal sauber runterfahre, ist alles drin, eine Medaille wäre schön“, sagte die 24-jährige Vizeweltmeisterin Kalicki.