Türkgücü: Kayabunar „enttäuscht“ über Konflikt mit Heraf

von Redaktion

München – Seit elf Jahren ist Alper Kayabunar bei Türkgücü München. Der heute 36-Jährige hat beim Verein alles mitgemacht. Vom Reserve-Trainer in der A-Klasse bis hin zum Interimscoach in der 3. Liga.

Vor dem Spiel in Osnabrück strich Trainer Andreas Heraf vier Profis aus dem Kader und auch Co-Trainer Alper Kayabunar durfte nicht mitfahren. Kurze Zeit später vermeldete Türkgücü die Entscheidung: Kayabunar kehrt nicht ins Trainerteam zurück. Es gebe „unterschiedliche Auffassungen“ zwischen ihm und Andreas Heraf.

Aber was ist eigentlich passiert? Das kann Kayabunar auf Nachfrage selbst nicht so recht erklären: „Ich verstehe nicht, wie es dazu kommen konnte. Ich habe hier zwölf oder 13 Trainer erlebt und ich hatte noch mit keinem ein Problem. Es ist das erste Mal, dass so etwas passiert.“ Andreas Heraf wolle ihn nicht mehr im Trainerteam. Warum, habe er ihm nie so recht erklärt. Die Entscheidung, berichtet Kayabunar, wurde ihm nicht einmal in einem vertraulichen Gespräch, sondern auf dem Trainingsplatz mitgeteilt: „Ich bin einfach enttäuscht, wie es passiert ist. Was mich traurig macht, ist, dass es innerhalb von zwei, drei Wochen so gekommen ist.“

Im Sommer könnte Schluss sein, der Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni: „Ich habe hier vor zehn Jahren noch Wäsche gewaschen“, erinnert sich Kayabunar, „die letzten zwei Jahre sind wie ein Traum. In diesen Stadien zu spielen, mit deinem Verein.“

Er selbst hat seinen Teil dazu beigetragen, als Spieler, Trainer, Co-Trainer, Video-Analyst. Schlecht scheint Kayabunar seine Sache nie gemacht zu haben. „Hasan Kivran waren die Menschen an sich egal. Er hat nur die mitgenommen, die etwas geleistet haben.“

MORITZ BLETZINGER

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