München – Das traditionell deftige Derby zwischen Nieder- und Oberbayern wirkte nach. Am Montag vermeldeten die Straubing Tigers: Saisonaus für den Kanadier Trent Bourque nach einem Bandencheck, längerer Ausfall auch für Stephan Daschner, ihn hatte der Münchner Verteidiger Andrew MacWilliam am Knie erwischt. Durchgeschüttelt kam allerdings auch der EHC heim: Trevor Parkes hatte einen der härtesten Hits der DEL-Saison einstecken müssen – vom Straubinger Cody Lampl, einem Verfechter des harten Spiels, der sich auf Twitter auch mal gerne auf Diskussionen über seine Spielweise einlässt.
Der Schmerz einiger EHC-Spieler war der Preis für den vierten Sieg im vierten Spiel der Auswärtstournee – und eine deutliche Erhellung der kürzlich noch prekär anmutenden Tabellensaison. München hat den Verfolger Straubing etwas distanziert, sich auf den vierten Platz gesetzt und Tuchfühlung zu Wolfsburg (2.) und Mannheim (3.) aufgenommen. Nur Spitzenreiter Eisbären Berlin, das konstant beste Team in allen Saisonphasen, ist unerreichbar.
Zahlen belegen die Steigerung des EHC binnen etwas mehr als einer Woche. Nach 37 Punktspielen stand er mit einer für seine Ansprüche blamablen Tordifferenz von +7 da, doch allein auf seiner jüngsten Reise (3:1 in Köln, 2:1 Düsseldorf, 9:1 in Bietigheim, 5:1 in Straubing) hat er 15 Tore mehr geschossen als bekommen. Die 19 erzielten EHC-Treffer verteilten sich auf 12 Spieler. Unter ihnen Frank Mauer, der seine steten Forderungen nach einer starken Defensive als Fundament erfüllt sieht: „Hunderttausend Mal erzählt.“ gük