Nagelsmann lobt Musiala: „Dreht sich raus wie eine Schlange“

von Redaktion

München – Auf Jamal Musiala ist Verlass. Zu beobachten – mal wieder – beim 1:0-Sieg des FC Bayern in Frankfurt. In Ermangelung von Thomas Müller, der in Hessen aufgrund seiner zweiten Covid-Infektion nicht mit von der Partie war, setzte der Cheftrainer Julian Nagelsmann auf seine Allzweckwaffe Musiala hinter Robert Lewandowski. Und sollte seine Entscheidung nicht bereuen.

Der 19-Jährige ließ sich insbesondere zu Beginn der Partie des öfteren vor dem Tor von Kevin Trapp blicken, leitete zudem den Siegtreffer von Leroy Sané entscheidend mit ein, indem er das Leder gegen zwei Adler verteidigte und zu Vorlagengeber Joshua Kimmich beförderte.

Grund genug für Nagelsmann, eine Lanze für den Hochbegabten zu brechen. „Jamal ist ein sehr guter Spieler, der aufgrund der Konkurrenzsituation, die wir haben, eigentlich für seine Qualitäten zu wenig spielt“, meinte der Fußballlehrer.

Dass Musiala über Eigenschaften verfügt, die weltweit nicht allzu oft zu finden sind, weiß Nagelsmann: „Er ist schwer zu greifen, er dreht sich dann wie eine Schlange aus der Situation raus und kriegt immer wieder die Beine noch so an den Ball.“

Und doch könnte es für Musiala schneller zurück auf die Ersatzbank gehen, als ihm lieb ist. Der Grund: Thomas Müller wohl wieder einsatzbereit ist. Vergangenen Sonntag ließ sich der Angreifer freitesten, absolvierte noch am selben Tag eine individuelle Einheit und dürfte daher bereits am Samstag wieder eine Option sein, wenn Leverkusen in der Allianz Arena gastiert.

Wenn fit, ist Müller gesetzt. Das weiß auch Musiala, der sich gegen die Werkself aber dennoch Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen kann. Nagelsmann sieht in ihm nämlich einen vielseitig einsetzbaren Spieler, der angesichts der Ausfälle von Leon Goretzka (Patellasehne) und Corentin Tolisso (Muskelfaserriss) auch neben Kimmich auf der Doppelsechs zum Einsatz kommen kann. Marcel Sabitzer und Marc Roca, die eigentlichen Optionen dort, konnten ihre Chancen – anders als Musiala – zuletzt schließlich nicht nutzen.  lop

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