Selbst das Heimrecht in den Playdowns ist in Gefahr

von Redaktion

Der Abstiegskampf hat die Tölzer Löwen und ihren Minikader unwiderruflich erreicht – Hoffen auf Torwart Hölzl

Bad Tölz – Beim Tölzer Eishockey-Zweitligisten kommt es in der Endphase der Vorrunde knüppeldick: acht Niederlagen in den zurückliegenden neun Spielen. Der Löwe geht am Stock. Nach einem Corona-Befall fast der gesamten Mannschaft ist der Kader ausgedünnt. Diejenigen, die es nicht erwischt hatte, sind überspielt. Den Rekonvaleszenten fehlt Training, sie sind noch nicht wieder fit. Die Folge: Tölz hat die Teilnahme an den Pre-Play-offs verpasst, es geht gegen den Abstieg. Selbst Rang elf der DEL 2 für Heimrecht in den Playdowns ist in Gefahr.

Gegen die Favoriten Bad Nauheim und Ravensburg unter der Woche verkauften sie sich mit kleinem Kader und etlichen Talenten passabel. Auch die 0:8-Klatsche am Freitag gegen Spitzenreiter Frankfurt war nicht weiter erstaunlich. Nur die klare Pleite gegen den bisherigen Tabellen-13. Bayreuth schmerzt: Mit 3:8 blieben die Tölzer auch im Kellerduell am Sonntag chancenlos. „Wir wollten das Spiel lange offen halten, um mit unserem kleinen Kader eine Chance zu haben“, sagt Trainer Kevin Gaudet. Das gelang nur zehn Minuten. Dann kassierten die Löwen drei leichte Gegentore, kamen zwar zweimal auf 2:3 und 3:4 heran. Verloren aber letztlich deutlich, weil sie unnötige Strafen nahmen, sie den Gastgebern fast immer hinterherliefen und es auch in der Defensivarbeit an Ordnung fehlen ließen.

Wichtig für das nächste Spiel am Dienstag (19.30 Uhr) zu Hause gegen Kaufbeuren: „Selbstvertrauen, Fitness und mannschaftliche Geschlossenheit zurückgewinnen und nicht jammern, dass es nun gegen den Abstieg geht“, sagt Löwen-Boss Ralph Bader. Er hätte gerne auf der Torhüter-Position – derzeit steht neben Jimmy Hertel nur DNL-Keeper Joshua Baron zur Verfügung – kurzfristig noch jemanden zur Absicherung verpflichtet. Doch bis zum Ende der Wechselfrist am Montag wurde er nicht fündig. Bader: „Ich habe alles versucht, aber nichts erreicht.“ Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Möglicherweise hat Torwart Josef Hölzl doch keine Herzmuskelentzündung und könnte bis zu den Entscheidungsspielen Mitte März einsatzfähig sein. NICK SCHEDER

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