Slalom-Ass Straßer will jetzt noch mehr

von Redaktion

Garmisch-Partenkirchen – Linus Straßer ist kein Mann der leeren Worte. „Den nächsten Step gehen und konstant vorne mitschwimmen“, hatte der Ski-„Löwe“ vom TSV 1860 München vor diesem Winter als Ziel ausgegeben. Die Mission ist erfüllt – nicht erst seit seinem starken 3. Platz am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen.

„Wenn du einmal auf dem Podium stehst, willst du in den nächsten Rennen wieder da hoch“, sagte der 29-Jährige mit Blick auf seine vier Podestplätze seit Jahresbeginn. Der Oberbayer ist angekommen in der Weltspitze. Mit dem Sieg in Zagreb und Platz zwei in Adelboden hatte er zwar schon im vergangenen Jahr ein fettes Ausrufezeichen gesetzt. Doch dann schlitterte Straßer mit dem Aus in Flachau und Schladming in ein kleines Tief. „Wenn es funktioniert, ist man verblüfft, wie leicht es geht. Dann will man wieder ein bisschen dazu geben, dann funktioniert es nicht ganz“, hatte Straßer jüngst über die Situation gesagt.

Um dauerhaft erfolgreicher zu sein, änderte der Technik-Spezialist vor diesem Winter seine Herangehensweise. „Man muss nicht immer 100 Prozent fahren, manchmal reichen auch 80 oder 85, um vorne mitzufahren.“ Der Plan ging auf. Platz drei in Adelboden, der Sieg beim Nacht-Slalom in Schladming, Team-Silber bei Olympia und nun die furiose Aufholjagd von Platz 16 auf drei am Gudiberg.

Straßers Höhenflug ist kein Zufallsprodukt, sondern Resultat einer Reifung. Aus einem Jungspund, der vor allem seinem Idol Felix Neureuther nacheiferte, ist ein Athlet geworden, der seinen eigenen Weg verfolgt.  dpa

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