IN KÜRZE

Daniel Farke verlässt Krasnodar Berlins Korkut beschwört Teamgeist Schalke: Verhandlung mit Vivawest läuft

von Redaktion

Daniel Farke ist nicht mehr Cheftrainer beim russischen Fußball-Erstligisten FK Krasnodar. Beide Seiten hätten sich im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt, hieß es am Mittwoch vom Club. „Die derzeitige politische Entwicklung und die damit verbundene Bitte unserer Kinder, Ehefrauen, Familien und Freunde, nach Hause zu kommen sowie das Wegbrechen aller sportlicher Perspektiven, führte nun zu diesem wohl überlegten Entschluss“, sagte Farke in einer Mitteilung. Der Schritt sei dem 45 Jahre alten Ostwestfalen „sehr schwer gefallen, denn wir sind vom ersten Tag an sehr warmherzig empfangen worden“. Farke war bis Anfang November Coach beim Premier-League-Aufsteiger Norwich City in England.

Trainer Tayfun Korkut hat den abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hertha BSC nochmals zum Zusammenhalt aufgefordert. „Der Wind bläst uns von vorne, hinten, links und von rechts entgegen. Jetzt geht es darum, bei diesen Verhältnissen als Einheit geschlossen zu bleiben und standhaft zu sein“, sagte der 47-Jährige im Interview mit der „Sport Bild“. Das Krisengerede ist Korkut derweil ein Dorn im Auge. „Ich mag das Wort Krise nicht. Warum reden wir nicht über Herausforderung? Für mich kommt es auf die Haltung an, wie man mit der Situation umgeht“, sagte er. Korkut, der seit seinem Dienstantritt bei Hertha nur auf einen Punkteschnitt von 0,8 kommt, glaubt weiter fest an den Klassenerhalt. Er erlebe einen „großen Zusammenhalt“, sehe täglich im Training „die Qualität der Spieler“ und spüre, „dass sich hier keiner abduckt und jammert“, berichtete Korkut.

Der FC Schalke 04 hat Gespräche mit dem Wohnungsunternehmen Vivawest als möglichem neuen Sponsor des Fußball-Zweitligisten bestätigt. „Wir können bestätigen, dass wir uns in Gesprächen mit Vivawest über eine mögliche Partnerschaft befinden. Weitergehend werden wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht äußern“, teilte ein Vereinssprecher am gestrigen Mittwoch mit. Das Wohnungsunternehmen könnte den bisherigen Haupt- und Trikotsponsor Gazprom ablösen. Nach jahrelanger Partnerschaft beendet Schalke die Zusammenarbeit mit Gazprom als Folge der russischen Invasion in die Ukraine. Der russische Staatskonzern war seit 2007 der wichtigste Geldgeber des mit rund 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Traditionsclubs.

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