Fehlpass in der 120. Minute

von Redaktion

Bochums Leitsch legt Freiburgs Siegtreffer durch Sallai auf

Bochum – In seinem elften Jahr als Cheftrainer des SC Freiburg steuert Christian Streich auf seinen größten Coup zu. Der Tabellenfünfte setzte sich im Viertelfinale mit 2:1 (0:0) nach Verlängerung beim Aufsteiger VfL Bochum durch und zog erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Runde der letzten Vier ein.

Roland Sallai (120.) traf in letzter Minute entscheidend und schoss Freiburg ins Halbfinale. In der regulären Spielzeit hatte schon Ex-Nationalspieler Nils Petersen (51.) die Führung für den Sportclub erzielt, der nur eines seiner letzten sieben Pflichtspiele verloren hat. Der eingewechselte Sebastian Polter (64.) glich aber noch aus. Die beiden Trainer sahen einen munteren Beginn, bei dem die Gastgeber die erste Großchance hatten: Gerrit Holtmann verpasste per Kopf das Tor (5.). Die Freiburger kamen mit der Aggressivität der Bochumer zunächst nicht zurecht und konnten ihre spielerische Klasse kaum zur Geltung bringen.

Der VfL brachte das Tor von Freiburgs Keeper Mark Flekken vor der Pause aber nur noch einmal mit einem Schuss von Holtmann in Gefahr (45.). Einmal stießen auch die Gäste durch: Nach einem Fehler von Armel Bella Kotchap zog Petersen zu früh und zu unplatziert ab (38.). In der Nachspielzeit hatte Bochum Glück, dass Winter-Zugang Jürgen Locadia nach einer Tätlichkeit gegen Philipp Lienhart nicht die Rote Karte sah (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel war Freiburg besser im Spiel. Einen Schuss des starken Kevin Schade konnte Bochums Schlussmann Manuel Riemann noch abwehren, allerdings direkt vor die Füße von Petersen, der die Gäste in Führung brachte. Polter verwertete per Kopf eine mustergültige Flanke von Elvis Rexhbecaj zum Ausgleich. In der Verlängerung deutete bereits alles auf das Elfmeterschießen hin, als Sallai einen Fehler von Maxim Leitsch nutzte.  sid

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