IM BLICKPUNKT

Bach: „Kann nicht in Putins Kopf schauen“

von Redaktion

IOC-Chef Thomas Bach (am Bild links) müht sich um Distanz zum lange von der Sportwelt hofierten Kremlchef Wladimir Putin (r./Foto: dpa/Barbara Walton). Man rede schon „seit einigen Jahren“ nicht mehr wirklich miteinander, versicherte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees in einer Medienrunde. „Ich kann nicht in seinen Kopf schauen“, sagte Bach zu Fragen nach den Motiven Putins für Russlands Invasion in die Ukraine und den Bruch des noch bis 20. März geltenden olympischen Friedens. „Ich kann keine Erklärung geben“, beteuerte Bach. Der IOC-Chef sagte, er habe zuletzt nicht mit Putin telefoniert und über die Maßnahmen des Sports gegen Russland gesprochen. Am Montag hatte das IOC allen internationalen Verbänden empfohlen, Sportlerinnen und Sportler aus Russland und von seinem Verbündeten Belarus von Wettbewerben auszuschließen. Zu Verstimmungen mit Putin sei es bereits im Zuge der Strafen für Russland wegen des staatlich organisierten Dopings bei den Winterspielen in Sotschi 2014 und der Manipulation von Labordaten gekommen, sagte Bach. Während der Untersuchungen habe es mehrere Hacker-Angriffe gegeben, fügte der 68-Jährige hinzu. Seither seien mit Putin „keine echten Diskussionen mehr möglich“ gewesen.

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