Kontiolahti – Die deutschen Biathletinnen haben im ersten Staffelrennen nach den Olympischen Spielen den 4. Platz belegt. Das Bronze-Quartett von Peking mit Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Denise Herrmann war im finnischen Kontiolahti im Kampf um die Podestplätze unterlegen, weil sich Hinz im Stehendschießen gleich zwei Strafrunden leistete. Durch die Extrameter und neun Nachlader hatte das DSV-Team beim Sieg Norwegens im Ziel 1:57,1 Minuten Rückstand. Zweiter wurde Schweden vor Italien.
Das erste Rennen der Skijägerinnen nach den Spielen in China stand im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Neben den deutschen Frauen traten viele andere mit gelb-blauen Herzen an ihren Gewehren an. Das tschechische Team erschien mit winterlicher Kopfbedeckung in den ukrainischen Nationalfarben und die Norwegerinnen hatten die Worte „Keinen Krieg bitte“ dick auf ihr Stirnband geschrieben. Zudem wurden vor dem Start Bilder der ukrainischen Skijägerinnen und Skijäger auf einer großen Video-Leinwand gezeigt.
Nach der russischen Invasion in ihr Heimatland hatte die ukrainische Mannschaft beschlossen, nicht mehr bei den verbleibenden drei Weltcups in diesem Winter an den Start zu gehen. Mit Ex-Weltmeister Dmytro Pidrutschnji und Staffel-Olympiasiegerin Julia Dschima kämpfen die besten Biathleten ihres Landes derzeit an der Front. Vanessa Hinz meinte: „Die Woche davor waren es noch Biathleten, jetzt sind es Soldaten. Das tut einfach im Herzen weh.“ dpa