Eiskunstlauf
Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko sorgt sich um ihre Familie in der Ukraine. „Das Haus meiner Familie liegt etwa 40 Kilometer von Kiew entfernt. Sie haben uns von Explosionen und heulenden Sirenen berichtet“, sagte Savchenko in einem Interview des „Spiegel“. „Am ersten Tag des Krieges schlug in der Nähe des Hauses eine Rakete ein. Zum Glück sind alle unversehrt geblieben.“ Am meisten Sorgen mache ihr, dass sie ihren Vater und ihre Brüder, die noch in der Ukraine seien, vielleicht nie wieder sehe. „Dieser Gedanke zehrt sehr an mir“, sagte Savchenko. Von Tanten und Onkels, die in Donezk leben, habe sie seit Tagen nichts gehört. „Ich habe keine Ahnung, ob sie noch am Leben sind.“
Sie schicke Geld, Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel in ihr Heimatland, berichtet die in der Ukraine geborene Olympiasiegerin. Dennoch sei das nie genug. „Es frustriert mich, dass ich so machtlos bin. Die Familie ist doch das Wichtigste im Leben“, sagte die 38-Jährige. Das Leid ihrer Landsleute mache sie unfassbar traurig. „Klar, ich lebe schon viele Jahre in Deutschland. Aber in meinem Herzen werde ich immer Ukrainerin bleiben.“
Die Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees, russische und belarussische Athleten von internationalen Wettkämpfen auszuschließen, hält Savchenko für „zwingend notwendig“. „Alles andere wäre ungerecht – und das IOC hätte noch mehr Glaubwürdigkeit verloren.“
Special Olympics
Die im russischen Kasan geplanten Special Olympics im Januar 2023 fallen aus. Das teilte Special Olympics International am Freitag mit. Wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine werden die Weltwinterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung gestrichen. „Wir können die Effektivität der World Winter Games in Kasan oder die Sicherheit unserer Athleten und der Gemeinschaft nicht länger gewährleisten. Die entsetzliche Gewalt in der Ukraine, die umfangreichen Sanktionen der internationalen Gemeinschaft und die weltweite Unsicherheit und Angst machen es unmöglich, weiterzumachen“, hieß es in der Mitteilung. Menschen mit geistiger Behinderung würden in diesem Krieg überproportional leiden, ungerecht und tragisch, so wie sie es während der Pandemie getan hätten.