Fünfter Sieg – EHC bleibt in der Spur

von Redaktion

1:0 über widerspenstige Bremerhavener – Drei Demnächst-Gegner in Quarantäne

VON GÜNTER KLEIN

München – Sieben Spiele waren für Freitagabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) angesetzt, das volle Programm. Es schrumpfte dann zusammen auf drei Partien, weil wieder Teams in Quarantäne sind. Unter ihnen Eisbären Berlin, Augsburger Panther, Schwenninger Wild Wings, die kommende Woche am Dienstag, Mittwoch und Freitag Gegner des EHC München sein sollen. Wird gespielt werden können? Fraglich. Nahezu ausgeschlossen ist, dass jede Mannschaft auf die geplanten 56 Partien kommt, die Platzierungen werden über den Punktequotienten vergeben werden. Für den EHC München bedeutet dies im Hinblick auf die im April beginnenden Playoffs: Jedes Spiel, das ausgetragen wird, hat Gewicht, Blicke nach oben und unten in der Tabelle, jede Form von Hochrechnungen, sind sinnlos.

Der EHC München hat zu den Auserwählten gehört, die am Freitagabend spielen konnten. Die Bremerhaven Fischtown Pinguins waren mit opulentem Anhang gekommen (ungefähr 100 Fans nahmen die Nord-Süd-und-zurück-Strecke auf sich), als Tabellennachbar (Platz fünf) des EHC (Vierter). Die Münchner vergrößerten die Distanz durch einen 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)-Sieg, hr fünfter Dreier in Folge. „Wir sind wieder in der Spur, alle sind im Boot“, sagte Torschütze Frank Mauer. Sein Resümee: „Wir stehen hinten gut, dann kommen vorne die Chancen von alleine.“

Die Münchner trafen auf mehr Gegenwehr als auf ihrer erfolgreichen Auswärtstour mit vier Siegen von 2:1 bis 9:1 und einer Torausbeute von 19:4 Treffern. Maxi Franzreb im Bremerhavener Kasten lieferte einige Paraden wie ein Fußballtorwart, einige Male kam es vor ihm zu Getümmeln aus Leibern. Bis zur 34. Minute ging die Fischtown-Taktik auf, dann setzte der EHC einen Konter: Frank Mauer startete auf der rechten Seite durch und überwand Franzreb kunstvoll mit der Rückhand. In der 39. Minute entwischte der schnelle Münchner abermals, diesmal über die andere, die linke Seite, doch Franzreb ließ triumphierend die Fanghand nach oben schnellen. Gehalten. Glück hatte er zwischen den Mauer-Sololäufen bei einem Lattenschuss von EHC-Kapitän Patrick Hager.

Das Stahlrohr klingelten im letzten Drittel auch die Bremerhavener an. Doch die gefürchtete Sturmreihe mit den Slowenen Urbas, Jeglic und Verlic, „Karawanken-Express“ genannt, konnte Danny Aus den Birken nicht bezwingen. Der Routinier hielt der Schlussoffensive stand.

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