München – Türkgücü-Trainer Andreas Heraf (54) dürfte aktuell wohl nicht allzu viel Spaß haben an den Presserunden und Matchday-Interviews rund ums Wochenende. Genau wie seine Mannschaft innerhalb der 90 Minuten.
Doch auch nach der 1:5-Heimklatsche gegen Saarbrücken konnte er nicht anders, als trotz desolater Leistungen seines Teams Zwecksoptimismus zu verbreiten. „Das (die Niederlage, d. Red.) hat natürlich nicht dazu beigetragen, dass wir frohlockend waren“, räumte der Österreicher zwar ein. Verwies aber auch darauf, dass die hohe Niederlage auch ihre guten Seiten für die Zukunft habe – ganz konkret für das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II am heutigen Samstag (14 Uhr, MagentaSport).
Gerade in der ersten halben Stunde habe sein Team gezeigt, worauf es ankommt unter dem „Damoklesschwert“ ( Heraf) aus sportlichen Nackenschlägen und Punktabzug: „Wir haben uns einfach getraut, Fußball zu spielen. Haben gute Kombinationen gezeigt, ein schönes Tor gemacht.“
Trotz der Rückkehr von Sercan Sararer: Dass Türkgücü in Dortmund einen Schritt in Richtung rettendes Ufer macht, ist unwahrscheinlich. Die Zweite des BVB, auf Platz neun der Tabelle, spielt unbefangen auf. Eine Mannschaft „mit anderen Zielen“, so Heraf. Setzt man die seiner eigenen Mannschaft entgegen, ist das wohl nicht zu bezweifeln. ja