Beachvolleyball in der Höhenluft

von Redaktion

In Mexiko starten die Nationalteams um Karla Borger und Julia Sude in die neu geschaffene Beach Pro Tour

Tlaxcala – Die Luft wird gleich zum Saisonauftakt ziemlich dünn für Karla Borger und Julia Sude. Beachvolleyball in 2400 Metern Höhe – das ist selbst für die erfahrenen Siegerinnen des Welt-Tour-Finals „sehr speziell“ und etwas Neues. „Die Höhe merken wir in der Atmung unter Anstrengung sowie auch bei Thermik und Ballflug“, sagte Borger vor der Premiere der Beach Pro Tour in Tlaxcala (Mexiko).

Der Start im zentralen Hochland ab Mittwoch bietet gleich eine besondere Herausforderung für die EM-Dritten, die schon wieder richtig heiß sind auf die neue Spielzeit. „Die Vorfreude ist riesig“, sagte Sude. Und das Team wird direkt noch stärker im Blickpunkt stehen. Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig macht eine Schwangerschaftspause. Das Topduo der Männer mit dem Starnberger Clemens Wickler und Neupartner Nils Ehlers steigt erst kommende Woche ein.

Borger/Sude wollen dann schon ein erstes positives Resultat vorweisen können. Gesundheitlich hat es Borger in den letzten Wochen allerdings „etwas rausgehauen“, erklärte die 33-Jährige. Unter anderem hatte die Präsidentin von Athleten Deutschland mit einer Corona-Erkrankung zu kämpfen.

Dazu kamen kurzfristige Änderungen im Turnierkalender seitens des Weltverbandes FIVB, welche die Planungen erschwert hatten. Dennoch starten die beiden nach ihren Erfolgen des Vorjahres „vielleicht ein bisschen selbstbewusster und erfahrener“ in die neue Spielzeit, sagte Borger.

In Tlaxcala steht nun das erste Turnier des neuen Tour-Formats an, das die bisherige World Tour ersetzt. Bei dem sogenannten „Challenge Event“, ein Wettbewerb der zweithöchsten von insgesamt drei Kategorien, treten je 24 Teams bei den Frauen und Männern im Hauptfeld an. In Mexiko sind dafür lediglich Borger/Sude gesetzt, die drei weiteren deutschen Frauen-Teams sowie ein Männer-Team müssen erst durch die Qualifikation.

Beim „Elite 16“-Turnier in Rosarito/Mexiko (23. bis 27. März), der höchsten Tour-Kategorie, greift dann auch Wickler ein. Für den 26 Jahre alten Olympia-Fünften ist es ein Neuanfang nach dem überraschenden Karriereende von Julius Thole. Wie Borger/Sude fasst Wickler einige Highlights ins Auge: Dazu zählen sicher im Juni die Weltmeisterschaft in Rom und auch das Heimspiel in Hamburg im August.  sid

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