Medwedews Glück währt nur drei Wochen

von Redaktion

Der Russe muss sich schon wieder vom 1. Platz der Weltrangliste verabschieden

Indian Wells – Daniil Medwedew brachte eine erstaunliche Erklärung für seinen teuren Patzer in Indian Wells vor. Die Wüstenluft liege ihm nicht wirklich, sagte der Russe, der seine Spitzenposition in der Weltrangliste schon wieder los ist. Nach nur drei Wochen.

„Natürlich wäre es mir lieber, ganz lange oben zu stehen und viele Grand-Slam-Turniere zu gewinnen“, sagte Medwedew, 26, nach der letztlich klaren 6:4, 3:6, 1:6-Niederlage gegen den starken Franzosen Gael Monfils: „Es ist aber immer noch besser, einmal kurz die Nummer eins zu sein, als es nie zu schaffen.“

Am Montag wird der Moskauer wieder hinter Novak Djokovic zurückfallen, der dafür nichts tun musste. Aufgrund seiner Verweigerungshaltung bezüglich der Corona-Impfung kann der Serbe nicht bei dem kalifornischen Turnier aufschlagen und wird auch in Miami fehlen, beim nächsten Masters ab dem 23. März. Dort könnte US-Open-Sieger Medwedew für die nächste Folge des Wechselspiels sorgen.

Toppt er in der frischen Meeresbrise im Süden von Florida seinen Viertelfinaleinzug des Vorjahres, führt er die Weltrangliste wieder an. „Normalerweise fühle ich mich in Miami ein bisschen besser“, sagte Medwedew: „Wenn ich mein bestes Tennis spiele, ist es wirklich schwer, mich zu schlagen.“

Schon einen Tag vorher hatte sich Alexander Zverev, 24, in Indian Wells im Einzel verabschieden müssen. Nach seinem frühen Aus versuchte er sich im Doppel und erreichte mit dem Kasachen Andrej Golubew die nächste Runde. Das Duo schlug Marcelo Arevalo (Honduras)/Jean-Julien Rojer (Niederlande) mit 7:6 (7:0), 6:3. In der nächsten Runde trifft Deutschlands Tennis-Star mit seinem Partner auf Taylor Fritz und Tommy Paul (beide USA).

An beide Spieler hat Zverev keine guten Erinnerungen. Paul bezwang ihn am Montag in der zweiten Runde in drei Sätzen und Fritz gewann im vergangenen Jahr in Indian Wells seine Viertelfinal-Partie gegen Zverev.

Unterdessen hat Rafael Nadal seine beeindruckende Siegesserie in diesem Jahr fortgesetzt Rafael Nadal. Der 35-jährige Spanier gewann in der dritten Runde gegen den Briten Daniel Evans 7:5 und 6:3. Nadal blieb auch im 17. Spiel des Jahres ungeschlagen. Zudem feierte er seinen 400. Sieg bei einem Masters-Turnier – so viele wie kein anderer Spieler vor ihm. Nadals nächster Gegner ist der US-Amerikaner Reilly Opelka, der Denis Shapovalov (Israel) mit 6:7(4:7), 6:4 und 6:4 bezwungen hat.

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