Meisterkampf

Dortmund? Enttäuschend!

von Redaktion

MANUEL BONKE

Sorry BVB, aber den Namen Borussia Doofmund habt ihr euch diese Saison wirklich mehr als verdient. Nach diesem Spieltag ist klar: Selbst wenn der FC Bayern abseits des Spielgeschehens patzt und ihn ein Formfehler Punkte am grünen Tisch kosten würde, wären die Borussen nicht in der Lage, auf ihre Meister-Chance zu lauern.

Nach dem Fauxpas der Bayern in Freiburg fragte sich Fußball-Deutschland zumindest zwischenzeitlich: Kostet ein Wechselfehler inklusive Punktabzug die Münchner vielleicht am Ende doch noch die zehnte Meisterschaf in Serie? Doch schon kurz nachdem FCB-Trainer Julian Nagelsmann die Spieltagspressekonferenz in den Katakomben des Europa-Park-Stadion beendet hatte, lag Dortmund bereits mit 0:2 gegen RB Leipzig zurück. Am Ende ging die Mannschaft von Trainer Marco Rose mit 1:4 im heimischen Signal-Iduna-Park unter.

Heißt: Selbst wenn den Bayern drei Punkte abgezogen werden würden – wovon nach aktuellem Stand nicht auszugehen ist – hätten sie immer noch sechs der aktuell sogar neun (!) Punkte Vorsprung.

Kein Wunder, dass die Fans in Dortmund bereits „Rose raus“ skandierten. Da tut es gut, dass Sebastian Kehl in seiner Rolle als künftiger Sportdirektor Dortmund „einen neuen Impuls geben, neue Energie im Team kreieren, ein paar verkrustete Strukturen im Kader aufbrechen, neuen Konkurrenzkampf anheizen“ will.

Das hofften die Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Noch-Sportdirektor Michael Zorc bereits mit der Verpflichtung von Marco Rose zu schaffen. Sie sahen in ihm eine Art Jürgen Klopp 2.0, der es mit seiner Ausstrahlung und seiner Idee vom Fußball schafft, Spieler und Fans für sich zu vereinnahmen.

Doch genau hier liegt das Problem: Dortmund sehnt sich seit Jahren nach einem zweiten Kloppo. Jeder neue Trainer wird mit dem charismatischen Erfolgstrainer verglichen -– und scheitert regelmäßig an diesen Erwartungen.

manuel.bonke@ovb.net

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