Köllners Loblied auf Sitzbergers Räumtrupp

von Redaktion

München – Er sei nicht der Trainer, der „Arien“ auf einzelne Spieler anstimme, sagte Michael Köllner nach dem verpassten Sieg seiner bissigen Elf gegen Aufstiegsrivale Saarbrücken. Klar, um ein paar Komplimente kam er nicht herum – zu auffällig hatten speziell die Junglöwen Greilinger und Morgalla das Fehlen der Routiniers Steinhart und Salger kompensiert. Aber: Köllner, der stets das große Ganze im Blick hat, hielt es für nötig, einen Mann im Hintergrund hervorzuheben – einen mit ebenso großem „Löwenherzen“.

Mitarbeiter des Tages aus Sicht von Köllner: Vize Hans Sitzberger, 68, auch bekannt als Inhaber einer Firma für Räumfahrzeuge („Mia kehr’n zsam“), die die Gelben Karten bei 1860-Heimspielen präsentiert. „Im Vorfeld hat sich ein großes Lob Hans Sitzberger verdient“, sagte Köllner auf der Pressekonferenz, „mit all seinen Leuten plus den Platzwarten im Grünwalder Stadion. Sie haben das Spiel überhaupt erst möglich gemacht. Wenn unser Vizepräsident schon um 5 Uhr draußen steht und Schnee schaufelt, dann ist wirklich alles dafür getan worden, dass wir heute Topbedingungen hatten.“

Nicht ausgeschlossen, dass das Spiel ohne Sitzbergers freiwilligen Frühaufstehertrupp abgesagt worden wäre. Die 15 000 Zuschauer, die erstmals wieder zugelassen waren, wären um ein Spektakel gebracht worden. Schade nur für den tiefblauen Sitzberger, dass er neben Köllners Lob nicht auch noch anderweitig belohnt worden ist – mit drei Punkten, von denen zwei im vorbildlich schneefreien Strafraum liegen blieben. ULI KELLNER

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