Womöglich erst am Freitagabend wird der EHC München erfahren, wen er am Sonntag zum ersten Viertelfinalspiel erwarten darf. Der Gegner wird in den Pre-Playoffs (Best of Three) des Siebt- bis Zehntplatzierten ermittelt. Die Kölner Haie (10.) können es nicht werden, die drei anderen Clubs schon – je nach Konstellation.
ERC Ingolstadt: Der Hauptrunden-Siebte trifft auf den EHC, falls er sich gegen Köln durchsetzt. Vorige Saison ging Ingolstadt den Münchnern unter die Haut, eliminierte sie im auf Best of Three verkürzten Viertelfinale. „Wir haben den Drachen erlegt“, triumphierte Trainer Doug Shedden. 2021/22 war ein Auf und Ab für den ERCI, gegen Ende schwächelte er wieder. Gegen den EHC München setzte es lauter Niederlagen (Heim 3:6 und 3:4, auswärts 0:4 und 1:9). Ingolstadt beschäftigt einige Ex-Münchner wie Torwart Kevin Reich und Stürmer Chris Bourque.
Nürnberg Ice Tigers: Sie galten als Abstiegskandidat, nach dem Trainerwechsel (Tom Rowe für Frank Fischöder) spielten sie sich ins gesicherte Mittelfeld auf Rang acht. Nach wochenlanger Verletzungspause, in der er als zweiter Co-Trainer im Anzug hinter der Bande stand, stürmt DEL-All-Time-Toptorjäger Patrick Reimer (39) wieder. Nürnberg würde EHC-Gegner, falls Ingolstadt ausscheidet und man sich selbst gegen Düsseldorf durchsetzt. Gegen den EHC gelang den Franken diese Saison ein Heimsieg (3:1), die weiteren Partien gingen 2:4 (Heim) und 1:4 und 2:3 nach Penaltyschießen verloren.
Düsseldorfer EG: Platz neun ist angesichts der geringen Erwartungen, mit denen man wegen Budget-Kürzungen in die Saison gegangen war, okay. Die DEG trifft nur dann auf den EHC, falls sie Nürnberg besiegt und gleichzeitig Köln den ERC Ingolstadt rauswirft. Düsseldorf verlor alle vier Spiele gegen München, klar allerdings nur das letzte am vergangenen Freitag (0:6 zu Hause). Das erste Spiel in Düsseldorf endete 1:2, in München unterlagen die Rheinländer 3:5 und 3:4 nach Penaltyschießen. Zu den Besten der DEG zählen die Ex-Münchner Alexander Barta und Tobias Eder. Trainer Harold Kreis, der nach Schwenningen wechselt, fehlt in den Pre-Playoffs wegen eines familiären Notfalls in Kanada.
EHC-Gesamtbilanz gegen potenzielle Viertelfinal-Kontrahenten: 11 Siege, eine Niederlage. gük