Vor dem nächsten Schritt zum Klassenerhalt griff Markus Weinzierl in die Trickkiste. Der Trainer des FC Augsburg machte seine Spieler heiß, indem er ihnen vorab Fan-Bilder per Video zeigte. Von dem Psychokniff berichtete Stürmer Florian Niederlechner ganz aufgekratzt. Pünktlich zur erlaubten Vollauslastung der Arenen in der Bundesliga wirkte der Schachzug von Weinzierl. Die Augsburger bezwangen den VfL Wolfsburg am Sonntag mit 3:0 (1:0) und verschafften sich im Abstiegskampf das dringend nötige Lüftchen. Drei Punkte beträgt der Abstand auf Relegationsplatz 16, und mit einem weiteren Dreier gegen den FSV Mainz 05 am Mittwoch (18.30 Uhr) wäre das zwölfte Bundesligajahr zum Greifen nahe.
Urs Fischer würde einen Abstieg von Hertha BSC aus der Bundesliga bedauern. Der Trainer von Union Berlin sagte in einem Interview vor dem Duell mit Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr): „Es wäre schade, es würde etwas fehlen, Derbys gehören dazu.“ Während die Eisernen sich nach dem 1:0-Sieg gegen Köln neue Ziele setzen und eine Europacup-Teilnahme anpeilen, bangt der Rivale aus der Hauptstadt um den Klassenverbleib. Hertha müsse es aus eigener Kraft schaffen, „nicht auf andere hoffen, denn Hoffen ist manchmal hoffnungslos“, philosophierte Fischer, 56. Der Schweizer betonte zugleich: „Ich bin aber zuversichtlich, dass Hertha den Klassenerhalt schafft.“ Nach einem Sieg im ersten Spiel unter Felix Magath, das er wegen einer Corona-Infektion allerdings nur aus dem Hotel verfolgen konnte, verlor die Hertha zuletzt mit 1:2 bei Bayer Leverkusen.
Der ehemalige Schalker Joel Matip hat die Qualitäten von seinem Mitspieler Thiago beim FC Liverpool gelobt. „Er ist die Ballsicherheit in Person. Er reißt mit seinen Bewegungen Extra-Lücken und verkörpert die hohe Kunst des Fußballs. Ich weiß nicht, wie viele Augen er im Kopf hat, aber was er macht, ist schon unglaublich“, sagte der Innenverteidiger in einem Interview mit dem „kicker“. Der spanische Nationalspieler Thiago spielte vor seinem Abschied aus der Bundesliga für den FC Bayern.
Atletico Madrid muss im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bei Manchester City (Dienstag, 21.00 Uhr/DAZN) auf Innenverteidiger Jose Gimenez verzichten. Nach Angaben des spanischen Spitzenclubs kann der Uruguayer nicht mit der Mannschaft nach England reisen. Gimenez hatte am Wochenende beim 4:1 im Ligaspiel gegen Alaves in der zweiten Hälfte angeschlagen ausgewechselt werden müssen. Details zur Verletzung des 27-Jährigen wurden bislang nicht bekannt gegeben. Ohne seine Abwehrsäule ritt Atletico heute Abend als Außenseiter in Manchester an. Das Rückspiel findet acht Tage später in Madrid statt.