München – Es ist ruhig geworden um Lucas Hernández. Dabei wäre doch gerade jetzt der beste Moment, um über den 80-Millionen-Mann zu sprechen, wie er seit dem Tag seiner Ankunft in München genannt wurde. Hernández liefert nämlich. Er bereitet wie beim 4:1 in Freiburg Tore vor. Und langt hinten auch wieder konsequent hin, wenn es sein muss.
Warum ihm der ganze Trubel rund um seine Person nichts ausmacht, hat Hernández nun in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung „AS“ verraten. „Ich spiele lange genug Fußball, um zu wissen, dass er immer Leute gibt, die ihre Meinung sagen“, so der Weltmeister. „Jeder macht eben sein Ding. Wir Spieler sind dem ausgesetzt, der Kritik und dem Lob, das ist ein Teil unseres Lebens. Wenn ein Verein bereit ist, 80 Millionen für dich zu zahlen, stehst du immer im Fokus, aber ich konzentriere mich auf meine Aufgabe, nämlich Fußball zu spielen.“
Auf die Frage, ob er sich in seinen drei Jahren bei den Bayern mal mit einem vorzeitigen Abschied beschäftigt habe, antwortet er: „Das ist etwas, woran man immer denkt, wenn man schwierige Zeiten durchmacht.“ Anstatt aufzustecken, zog der Abwehrspieler jedoch Kraft aus den Tiefen, in denen er sich zwischenzeitlich wiederfand. „Wenn ich hingefallen bin, habe ich mir immer wieder gesagt, dass ich wieder aufstehen will und hier spielen werden.“Sein Vertrag läuft noch bis 2024. Und Hernández sagt: „Als ich mich entschied, hier für fünf Jahre zu unterschreiben, hatte das einen Grund.“ Klare Worte eines Kriegers. lop