Augsburg – Nach dem wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen den VfL Wolfsburg strahlte Mads Pedersen über das ganze Gesicht. Der Däne hatte beim 3:0 (1:0)-Sieg sein zweites Saisontor erzielt und fand es „super, super“, wie beim 2:1-Sieg gegen Bayern
Pedersen, 25, richtete seinen Blick aber umgehend nach vorne. Schließlich können sich die Augsburger im Nachholspiel an diesem Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) gegen Mainz bis auf sechs Punkte von Relegationsplatz 16 absetzen. Eine „super, super Chance“ sei das, befand Pedersen in dieser „brutalen Woche“ der Bundesliga.
Die Woche ist brutal, weil sie so wichtig ist. Und Pedersen wird für den FC Augsburg immer wichtiger. Im Sommer 2019 hatte ihn der Verein vom FC Nordsjaelland verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet. Damals galt Pedersen als reiner Linksverteidiger.
Anfangs musste er sich mit der Ersatzrolle hinter Philipp Max begnügen. Anfang 2020 wechselte er deshalb zum FC Zürich, kehrte im Sommer aber zurück. Max ging zur PSV Eindhoven, doch Pedersen hatte das Nachsehen auf der linken defensiven Seite gegen Iago. Pedersen wurde dann für eine Position quasi passend gemacht, und diese liegt vor seinem brasilianischen Teamkollegen.
Gegen den VfL funktionierte das Zusammenspiel ähnlich gut wie gegen die Bayern in der Hinrunde. „Wir wissen, dass wir mit Iago und Mads Pedersen auf der linken Seit e zwei Spieler haben, die sehr gut miteinander harmonieren“, befand Trainer Markus Weinzierl nach dem Dreier gegen Wolfsburg.
Pedersen legte Iago per Hacke das 1:0 auf, das 3:0 erzielte er mit einem wuchtigen Linksschuss selbst. „Das war eine gute Leistung von ihm, ich wollte ihn eigentlich vorher auswechseln“, räumte Weinzierl ein. So konnte Pedersen aber „volle Kanone“ draufhalten, wie es der Däne nach einer denkwürdigen Woche selbst beschrieb. Denn nur kurz zuvor war er erstmals für die A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes nominiert worden. dpa