Schiffe versenken mit Davies

von Redaktion

Kanadier im Bayern-Kader gegen das Gelbe U-Boot Villarreal

VON MANUEL BONKE

München – Nach monatelanger Leidenszeit hat Alphonso Davies (21) nach seiner Herzmuskelentzündung wieder Grund zum Feiern. Der Linksverteidiger des FC Bayern wurde zum CONCACAF-Spieler des Jahres gewählt und setzte sich unter anderem gegen Christian Pulisic (23) vom FC Chelsea und Juventus-Spieler Weston McKennie durch. Dafür gab es Lob von höchster Stelle. Vorstandschef Oliver Kahn schwärmt vom Kanadier: „Seine Entwicklung in den vergangenen Jahren ist außergewöhnlich. Er gibt immer alles für die Mannschaft und verliert dabei nie seine positive Einstellung. Wir freuen uns, dass wir dich schon bald wieder auf dem Platz sehen, Phonzy!“

Sein Comeback könnte Davies bereits im heutigen Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Villareal geben (21 Uhr, DAZN). „Er wird wieder dabei sein. Sein Test war ohne jeglichen Befund“, verriet Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) vor dem Abflug nach Spanien und schloss selbst einen Startelf-Einsatz nicht aus: „Er könnte von Beginn an spielen. Ob das der Fall ist, werden wir noch entscheiden. Ich habe schon die Idee, ihn beginnen zu lassen, aber das werden wir noch mal diskutieren. Es ist im Bereich des Möglichen.“

Dann wäre für Davies die bisher schwierigste Zeit seiner Profi-Karriere endlich vorbei. „Die Nachricht wegen meines Herzens war sehr hart. Es ging um meine Gesundheit. Aber die medizinische Abteilung bei Bayern ist hervorragend“, so der Linksfuß.

Ob Davies tatsächlich schon heute von Beginn an spielt ist nicht die einzige knifflige Personalfrage, vor der Nagelsmann steht: Leon Goretzka (27) oder Jamal Musiala (19)? Serge Gnabry (26) oder Leroy Sané (26)? Niklas Süle (27) oder Tanguy Nianzou (19)? „Ich habe gerade die Aufstellung gemacht, tatsächlich sind vier Positionen offen“, offenbarte der Bayern-Trainer.

Villarreal sieht er als erfahrene Mannschaft mit vielen Grundordnungen: „Man muss sich auf verschiedene Situationen einstellen. Die muss man erst mal knacken, aber ich bin guter Dinge.“

Die Spanier – Spitzname: das gelbe U-Boot – fühlen sich unterdessen wohl in ihrer Außenseiterrolle, hoffen aber auf einen „magischen Moment“. Dafür müssten sie „ein perfektes Spiel abliefern“, sagte Trainer Unai Emery (50): „Wir wissen, dass sie Favorit sind. Für uns geht es darum, es zu genießen und unsere beste Seite zu zeigen.“

Im Achtelfinale hatte Villarreal, Tabellensiebter der spanischen Liga, überraschend den italienischen Rekordmeister Juventus Turin ausgeschaltet, auch diesmal hoffen sie auf eine weitere Sensation. „Es geht darum, dass jeder die beste Version von sich selbst zeigt“, sagte Emery: „Wir sind fähig, uns auf diesem Niveau zu behaupten.“

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