Gigant am Boden

von Redaktion

NBA LA Lakers verpassen die Playoffs

Phoenix – LeBron James musste tatenlos zusehen, wie die Saison seiner Lakers endgültig in ein Fiasko mündete. Mit golden-schwarzer Sonnenbrille und Legenden-Shirt verfolgte der verletzte Superstar das frühzeitige Ende der Jagd auf die alleinige NBA-Rekordmeisterschaft von der Bank aus. 110:121 bei den Phoenix Suns, siebte Pleite in Serie, Play-off-Aus: Die Glamour-Franchise aus Los Angeles ist endgültig am Tiefpunkt angekommen.

Dabei war der 17-malige Champion und Meister von 2020 mit Titelambitionen in die Spielzeit gestartet, hatte sich extra ein Superstar-Ensemble um James, Anthony Davis und Russell Westbrook zusammengestellt. „Unser Ziel war es, die Meisterschaft zu gewinnen“, machte Davis klar. Doch davon waren die Lakers zu jeder Zeit weit entfernt, Verletzungen machten dem Team aus Kalifornien immer wieder zu schaffen.

„Wir hatten in dieser Saison mehr Startaufstellungen als Siege“, sagte Davis, der lange wegen einer Fußverletzung fehlte und nur 21-mal mit James und Westbrook gemeinsam auf dem Parkett stand: „Es wird schwierig, eine Meisterschaft zu gewinnen, wenn deine drei besten Leute so selten zusammenspielen.“ Doch dass es trotz des hochkarätigen Kaders nicht einmal für Platz zehn im Westen und das damit verbundene Play-in-Turnier reichte, ist für die Lakers niederschmetternd.

„Einige Sachen konnten wir kontrollieren, einige nicht. Es gibt keine Entschuldigungen, wir haben es einfach nicht geschafft“, sagte Carmelo Anthony, dessen Coach Frank Vogel natürlich vor dem Aus steht. „Wir haben bis zum Ende gekämpft, aber wir haben versagt. Es tut mir extrem Leid für unsere Fanbase“, sagte Meistertrainer Vogel.

Die Lakers stehen vor einem Umbruch, vor allem die Personalpolitik muss hinterfragt werden. Aushängeschild James ist schon 37 und geht in sein finales Vertragsjahr, der extrem teure Westbrook war in dieser Saison ein Schatten seiner selbst. Auch Davis streicht einiges ein, aufgrund dieser Ballung mussten die Lakers bei anderen Verträgen Abstriche machen.

Immerhin zeigte James am Dienstag seine Verbundenheit mit der Franchise – vom Vermächtnis der Legenden um Kobe Bryant, Magic Johnson oder Shaquille O’Neal, die auf seinem T-Shirt prangten, ist er aber weit entfernt. Sportlich kann er sowieso erst wieder in der kommenden Saison ein Ausrufezeichen setzen – nach der nun beginnenden langen Sommerpause.  sid

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