München – Endlich blüht Marcel Sabitzer (28) auf. Beim 4:1 Anfang April in Leipzig erzielte der österreichische Mittelfeldspieler sein erstes Tor als Bayern-Spieler. Am Samstag gegen Augsburg hatte er nach seiner Einwechslung in der 57. Minute entscheidenden Anteil daran, dass die Münchner doch noch mit 1:0 gewinnen konnten. Nach dem Spiel hob Julian Nagelsmann (34) ihn und Joker Kingsley Coman (25) lobend hervor. „Sabi und King haben uns die drei Punkte beschert“, betonte der Bayern-Trainer. „Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Momente, die Sabi in der zweiten Halbzeit in unserem Sinne gelöst hat. Dass er auch mal durch den Gegner durchmarschiert ist.“
Als Beispiel nannte Nagelsmann einen Zweikampf gegen Augsburg-Mittelfeldspieler Niklas Dorsch, der sich einmal den Ball zu weit vorlegte: „Das war die Paradesituation, wo man Emotionen weckt. Er hat diese Galligkeit gehabt, die ihn auch in Leipzig ausgezeichnet hat.“
Sabitzer wechselte vor der Saison für eine Ablöse von 15 Millionen Euro als Kapitän und Leistungsträger von RB zum FC Bayern. Doch in München konnte lange Zeit nicht an seine starken Leistungen anknüpfen. Nun löste sich der Knoten offenbar.
Stellt sich die Frage: Bugsiert sich Sabitzer mit dieser Leistung in die Startelf am Dienstag gegen Villarreal? Möglich. Leon Goretzka (27) spielte nicht gut, braucht nach seiner langen Patellasehnen-Verletzung noch Rhythmus. Eine weitere Option auf der Position im defensiven Mittelfeld neben Joshua Kimmich (27) wäre Jamal Musiala (19). Im Gegensatz zu Sabitzer würde der zuletzt oft als Sechser agierende Youngster mehr spielerische Klasse einbringen. Im Freundschaftsspiel kürzlich mit dem DFB in den Niederlanden zeigte Musiala aber auch, dass er kämpferisch ebenso stark sein kann. pk, bok