München – Der Aufreger des 28. Spieltags war auch noch in den Tagen danach Thema. Nach dem Münchner Wechselfehler – kurzzeitig waren zwölf Bayern-Star auf dem Feld – hatte Trainer Julian Nagelsmann Kritik am SC Freiburg geübt, nachdem dieser nach dem 1:4 im Duell mit dem deutschen Rekordmeister Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hatte. Dafür erntete der Landsberger harsche Kritik von Freiburg-Coach Christian Streich. Er verwies darauf, dass die SC-Vorstände allein schon wegen ihrer Treuepflicht und der persönlichen Haftung so handeln mussten.
Nun entschuldigte sich Nagelsmann für seine Äußerungen. „Es war am Ende mein Fehler, weil ich mich nicht ausführlich genug mit dem doch komplizierten e.V.-Recht befasst habe“, betonte Nagelsmann. „Es hat eine Rechtsdimension auf e.V.-Basis, die weit weg von meiner persönlichen Meinung, die ich nach wie vor vertrete, ist. Deswegen hätte ich mich besser informieren müssen und deswegen habe ich mich entschuldigt.“
Getan hat er dies vorerst per Handy-Nachricht an Streich. „Ich werde ihn auch anrufen. Das ist schon ein Punkt, den ich persönlich mit ihm bespreche.“ Für Streich ist das Thema damit erledigt: „Ich fand es gut von Julian, weil er bei seinen Äußerungen es einfach offensichtlich nicht einschätzen konnte, welche Breite das Thema hatte, auch bei uns im Verein, und wie kompliziert es war.“