Neues Stadion gefunden? Türkgücü hofft auf Fürstenfeldbruck

von Redaktion

München – Am Karsamstag gab es das erste Gespräch: Kenan Kivran funkte Jakob Ettner an. Hat der Präsident von Türkgücü München das dringend gesuchte Stadion beim SC Fürstenfeldbruck gefunden?

„Wir gehen nicht davon aus, dass das Stadion für die Regionalliga tauglich ist“, sagt die Stadt Fürstenfeldbruck zwar auf Anfrage. Aber der Vorstand des ansässigen Kreisliga-Vereins sieht da kein großes Problem. Ein kleiner Ausbau wäre notwendig, doch die Pläne dafür hat der SC Fürstenfeldbruck bereits in der Schublade.

Vor wenigen Jahren hatte bereits der SV Pullach beim SCF angefragt. Damals wollte die Raben für die Regionalliga ins Stadion an der Klosterstraße. Mit 5.000 Plätzen bietet es ausreichend Kapazität.

Was fehlt: Ein Gästekäfig. Der könnte hinter der Gästebank errichtet werden, sagt SCF-Präsident Jakob Ettner: „Das wurde damals alles besprochen. Das müsste auch jetzt umsetzbar sein.“ Auch die Fantrennung würde mit dem Konzept funktionieren.

Aber wer zahlt? Die Stadt Fürstenfeldbruck ist knapp bei Kasse und die finanzielle Situation von Türkgücü München hinlänglich bekannt. „Da kann man drüber reden“, sagt Ettner, „natürlich wollen wir eine gemeinsame Lösung finden. Der SC Fürstenfeldbruck könnte die Kosten aber tragen.“

Eine Entscheidung sei so schnell noch nicht gefallen, berichtet Ettner, aber Kivran habe klar zu verstehen gegeben: „Türkgücü würde gerne auf das Gelände des SC Fürstenfeldbruck.“ Noch-Geschäftsführer Maximilian Kothny habe bereits einen zeitnahen Besuch angekündigt, um sich ein Bild vom Stadion zu machen.

Der SC Fürstenfeldbruck verspricht Türkgücü München die volle Unterstützung. „Wir sind ja selbst ein gebranntes Kind“, erinnert sich Ettner an die Insolvenz des eigenen Vereins, „man sollte den Leuten die Möglichkeit geben, das wieder aufbauen zu können.“ MORITZ BLETZINGER

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