Die Stars laufen davon

von Redaktion

Der deutsche Handball zwischen Liga-Frust und Pokal-Lust

Hamburg – Die momentan besten deutschen Teams, dazu die proppevolle Halle – und alles live im TV: Der deutsche Handball fiebert stark wie lange nicht mehr dem Showdown um den DHB-Pokal entgegen. Nach harten Corona-Jahren feiert die Sportart beim Final Four in Hamburg seine lang ersehnte Wiederbelebung. „Das am Wochenende wird eine Handball-Party ohne Ende!“, sagte Kiels Superstar Sander Sagosen.

Schon die Halbfinal-Paarungen am Samstag zwischen dem THW und Titelverteidiger TBV Lemgo (13.30 Uhr/Sky Sport News) sowie Ligaprimus SC Magdeburg gegen Neuling HC Erlangen (16.10 Uhr/ARD und Sky) garantieren hochklassigen Sport, die Atmosphäre mit knapp 13.000 Zuschauer tut ihr Übriges. Der neue Pokalsieger wird dann im Endspiel am Sonntag (13.25 Uhr/ARD und Sky) gekürt.

Wenig erfreulich sind die vielen Star-Abgänge der Liga. Viele verlassen Deutschland, „weil sie von der Belastung her anderswo weniger gefordert sind als in der Bundesliga“, sagt Maik Machulla. Zudem sind andere Ligen mittlerweile finanziell lukrativer. Aus den eigenen Reihen wird der Flensburg-Coach Goran Johannessen, Simon Hald oder Magnus Rod ziehen lassen müssen, auch die Welthandballer Niklas Landin und Sagosen verlassen die Bundesliga. Machullas Vorschlag: Eine Spielsplanstraffung. Aktuell ziehe sich die Saison „wie ein Kaugummi bis Mitte Juni“. Das ließe sich „viel, viel kompakter halten“.  sid

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