Vettel kämpferisch: „Zu früh, die Saison abzuschreiben“

von Redaktion

Der Heppenheimer setzt auf das Potenzial seines Aston-Martin-Teams – Formel 1 in Imola mit Sprintrennen mit neuen Regeln

Imola – Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich nach dem schwachen Start seines Aston-Martin-Teams in Zweckoptimismus geübt. Es sei „zu früh, die Saison abzuschreiben“, sagte der 34-Jährige vor dem vierten von 23 Saisonrennen im italienischen Imola (Sonntag, 15.00 Uhr/RTL und Sky).

Wegen seiner Corona-Infektion hatte Vettel die ersten beiden WM-Läufe verpasst, sein persönlicher Auftakt vor zwei Wochen in Australien war geprägt von Unfällen. Noch dazu sei der Aston Martin „nicht schnell genug“, das Team ist als einziges noch ohne Top-Ten-Ergebnis 2022.

Allerdings verwies Vettel auf das Potenzial seines Rennstalls, der massiv in die Zukunft investiert. Er wisse, „dass da einiges kommen wird“, betonte Vettel und verwies auf anstehende Entwicklungsschritte. „Wir werden in den kommenden Wochen sehen, ob es in die richtige Richtung geht. Wir haben einen Berg vor uns, den wir erklimmen wollen. Das schaffen wir aber nicht an einem Tag.“ Der Spirit im Team sei jedenfalls ungebrochen. „Es bleibt das Ziel, um Podien und Siege zu kämpfen“, erklärte Vettel. Im Qualifying wurde er Neunter – vor Mick Schumacher (12.) und sogar Lewis Hamilton (13.). Weltmeister Max Verstappen gewann vor WM-Spitzenreiter Charles Leclerc. Es ist Verstappens 14. Pole-Position.

Die nächste Bewährungsprobe für Vettel und Aston Martin ist das Sprintrennen an diesem Samstag.

Was Sie über das Sprintrennen wissen müssen

Das Debüt in der Formel 1 erlebten die so genannten Sprintrennen in der Saison 2021. Da fanden sie in Silverstone, Monza und Sao Paulo statt. Sie galten als Testrennen für dieses. Denn auch in diesem Jahr gibt es dreimal auch Rennaction am Samstag. Den Auftakt gibt es an diesem Samstag in Imola. Es folgen Spielberg und wieder Sao Paulo.

Allein: Die Formel-1-Macher haben am Reglement-Rad gedreht, um die Sprints noch attraktiver zu machen. Die ersten Acht des Sprints bekommen jetzt Punkte. Der Sieger darf sich über acht Zusatzzähler freuen, der Zweite über sieben, der Achte über einen. So soll der Sprint aufgewertet und Überholmanöver stärker honoriert werden. 2021 wurden nur die ersten Drei mit Punkten belohnt.

Was noch geändert wurde: Noch 2021 ging die Pole Position auch in der offiziellen Statistik der Formel 1 an den Sieger des Sprintrennens. Das Problem: Dabei wird mit der Pole immer die schnellste Rundenzeit des Wochenendes assoziiert. Deshalb macht die Formel 1 jetzt die Rolle rückwärts. Die offizielle Pole für die Statistikseiten bekommt der Gewinner des Qualifyings am Freitag. Dort übrigens werden die Startplätze fürs Sprintrennen ausgefahren.

Und, was den Teams ganz wichtig war: 2022 greift wie schon im Vorjahr eine Budgetgrenze (142 Millionen Dollar). Doch im Gegensatz zu 2021 dürfen die Teams jetzt für jedes Sprintrennen 150 000 Dollar mehr ausgeben. Sollte eines der zwei Autos einer Mannschaft wegen eines Unfalls ausscheiden, sind noch einmal 100 000 Dollar zusätzliche „Reparaturkosten“ erlaubt.  sid/rb

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