München – Nach dem souveränen 6:0-Sieg des TSV 1860 am vergangenen Sonntag beim MSV Duisburg saß Michael Köllner am Mittwoch entspannt in der Giesinger Sonne. Vor dem Duell mit dem nächsten Kellerklub TSV Havelse am Samstag (14 Uhr, MagentaSport) äußerte sich der Löwen-Trainer in der Presserunde über…
. . . die Bedeutung des Kantersiegs: „Das hat mir richtig gut gefallen. Nach dem Spiel habe ich der Mannschaft auch gesagt: Wisst ihr eigentlich, wie oft ihr in eurem Leben mal 6:0 gewinnt? Ein historischer Sieg. Das hat vor uns nur eine Mannschaft auswärts hinbekommen und den Verein gibt’s ja schon ein bisschen.“
. . . Hass-Kommentare zu Spielern in Internet-Foren: „Auf der Rückfahrt aus Duisburg habe ich mir mal die Kommentare durchgelesen. Über Steinhart, wie der Dressel da zerlegt wurde… Da habe ich mir gedacht: Der hält hier zweieinhalb Jahre die Knochen hin, unabhängig davon, ob die letzten Auftritte jetzt glücklich waren. Das ist ein junger Kerl und kein falscher Hund! Dass der aktuell natürlich überlegt, was er macht, ist völlig normal. Auf die Spieler wird dreingehauen. Irgendwann schnappe ich mir mal einen, den Namen habe ich mir notiert (lacht).“
. . . die Bitterkeit der Niederlage gegen Osnabrück: „Natürlich ärgert mich das. Allein schon, weil die Niederlage ungerecht war. Mich ärgert aber grundsätzlich jede Niederlage, weil ich denke, das hätte man doch verhindern können. Für mich war viel wichtiger, wie die Mannschaft damit umgeht.“
. . . Marcel Bär als potenziellen Torschützenkönig der Liga: „Das ist ein großes Ziel von mir, dass Marcel Torschützenkönig wird. Er ist hier in die Fußstapfen von Sascha Mölders getreten, die schon groß waren. Wenn er den gleichen Pokal gewinnt wie Sascha letztes Jahr, hast du nicht so viel falsch gemacht.“
. . . sein Verhältnis zu den Anhängern: „Ich spüre die Sympathien der Fans. Das ist auch kein unwesentlicher Faktor.“
. . . seine eigene Zukunft bei den Löwen: „Es gibt Gespräche mit dem Verein. Punkt, aus. Wir analysieren die Saison und dann wird es von Vereinsseite und von meiner Seite eine Entscheidung geben, wie man das nächste Jahr angehen will. Und am Ende ist es immer eine Herzensentscheidung, keine der Vernunft.“
. . . die Ziele für die nächsten Wochen: „Priorität haben für mich die drei restlichen Spiele. Wenn wir uns mit irgendwelchen Gesprächen aufhalten und die Konzentration auf das Wesentliche verlieren, werden wir am Schluss Sechster. Davon haben wir auch nichts. Wir wollen mindestens den vierten Platz erreichen.“
. . . den Aufstieg, der immer wieder schon in weite Ferne gerückt schien: „Man weiß es nicht. Lasst’s doch den lieben Gott sein Amt tun. Wenn der mitspielt . . .“ JACOB ALSCHNER