München – Die Nummer 1, 3, 8 und 10 der Weltrangliste schlägt in München auf. Zugegeben, mit zwei Top-Ten-Spielern ist das Spielerfeld der BMW Open 2022 stark wie selten, doch eine solche Konkurrenz wirkt für die BMW Open utopisch.
Realität ist sie aber bei dem Rollstuhltennis-Wettbewerb, der am Donnerstag am Aumeister startet. Erstmalig wird die Allianz Para Trophy ausgetragen, als Einladungsturnier ohne Weltranglistenpunkte. Trotzdem konnte Turnierdirektor Niklas Höfneben dem besten deutschen Spieler Anthony Dittmar (27) auch die Nummer 1 der Welt, Alfie Hewett (24) aus Groß-Britannien, als Teilnehmer für das Turnier gewinnen.
„Die Sportler schätzen es sehr, wenn ein ATP-Turnier eine Para-Konkurrenz integrieren will“, erklärt Höfken, der auch deutscher Cheftrainer im Rollstuhltennis ist, und fügt an: „die Spieler wollen raus aus der Behindertenblase und rein in eine inklusive Tenniswelt.“ Bei den Grand-Slam-Turnieren wird eine gleichzeitiges Turnier für Rollstuhlspieler ausgetragen – im übrigen Kalender ist das allerdings selten.
Die Veranstaltung hat für Höfken daher „Leuchtturmcharakter“. Ab kommenden Jahr soll sie als reguläres Turnier im Kalender der Internationalen Tennis Federation ausgetragen werden. tj