Bayerns Müller-Spagat

von Redaktion

Das bedeutet sein neuer Vertrag für Wanner & Co.

München – Ein ganzes Leben lang bei den Bayern? Bei Thomas Müller sieht es nach serin Vertragsverlängerung bis 2024 ganz danach aus. Hängt er eines Tages seine Schuhe an der Isar an den Nagel, wird er zum Münchner Francesco Totti, der seine gesamte Karriere lang lediglich für AS Rom auf Torejagd ging.

Bis dahin müssen die Bayern einen kleinen Spagat hinbekommen zwischen ihrer – naturgemäß gesetzten – Identifikationsfigur und so manchem Talent, das auf derselben Position nach Spielzeit ächzt. Die Rede ist von Juwelen wie Paul Wanner (16) oder Jamal Musiala (19), die in den langfristigen Plänen an der Säbener Straße eine elementar wichtige Rolle spielen.

Der Vertrag des Erstgenannten wurde bis 2027 verlängert und ist wie Müller im offensiven Mittelfeld beheimatet, wo er – auch wenn man ihn intern eher als Achter sieht – auf der Zehner-Position Spielpraxis sammeln soll. Musiala durfte die Saison vorzugsweise im defensiven Mittelfeld ran, gerade mit Blick auf die Zukunft wähnt man den Deutschengländer jedoch als perfekten Müller-Nachfolger.

Stammplatzansprüche und Talentförderung muss Trainer Julian Nagelsmann nun unter einen Hut bekommen. Zu Müllers Vertragsverlängerung meinte der 34-Jährige: „Es ist immer wichtig, wenn Leistungsträger und Symbolfiguren von Bayern München den Vertrag verlängern. Das kann sicherlich auch andere mitziehen.“ Mit den besten Grüßen an Spieler wie Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Manuel Neuer, die ihre Verträge noch nicht erneuert haben. Beim Kapitän stehen die Zeichen gut, bei den Offensivstars ist die Situation offen. Nagelsmann abschließend: „Bei Spielern der Kategorie Bayern München sind Verlängerungen jetzt nicht immer ganz so leicht.“ Dass die Bayern jene vertragsgebundenen Spieler nicht abgeben, die sie nicht abgeben wollen, dürfte jedoch auch klar sein.  lop

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