Madrid – Olympiasieger Alexander Zverev hat im Eiltempo das Viertelfinale beim Masters-1000-Turnier in Madrid erreicht und dabei von Verletzungsproblemen seines Gegners profitiert. Der italienische Qualifikant Lorenzo Musetti gab angeschlagen nach 39 Minuten und beim Stand von 6:3, 1:0 für Zverev auf. Der Titelverteidiger bekam es am Freitag in der Runde der besten Acht mit dem Kanadier Felix Auger-Aliassime zu tun (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe).
Auch Novak Djokovic spazierte in die Runde der letzten acht – sein Kontrahent Andy Murray konnte wegen einer Erkrankung nicht antreten. Am Freitag besiegte Djokovic dann im Viertelfinale den Polen Hubert Hurkacz mit 6:3, 6:4.
An seiner Seite hat der Serbe seit einigen Wochen nur noch Ex-Profi Goran Ivanisevic (50). Sein Langzeit-Coach Marian Vajda (57) verriet nun, warum es nach 15 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zur Trennung kam. „Es war eine Kombination von mehreren Gründen“, sagte der 57-Jährige. Djokovics Fokus habe sich zunehmend auf die Grand-Slam-Turniere gerichtet, weshalb er nicht mehr so viele Leute in seiner Entourage brauchte: „Er wollte das Team reduzieren und nur noch einen Coach haben.“
Warum er sich für Ivanisevic entschied, habe er nie gefragt, erzählt Vajda, der immer noch gut mit dem Djoker befreundet ist. Auch einen neuen Schützling hat der Slowake, der selbst einst die Nummer 34 der Welt war, bereits gefunden – Landsmann Alex Molcan (ATP 527). „Ich hatte viele Angebote, aber ich wollte einem slowakischen Spieler helfen – das gab mir Energie“, so Vajda. dpa, mm