Der Weltrekord steckt noch in den Knochen. 429 Tage brauchte Jonas Deichmann für seinen Triathlon um die Welt (5060 km gelaufen, 21 600 km Rad gefahren, 460 Kilometer geschwommen), ehe der Extremsportler vergangenes Jahr im November wieder den Odeonsplatz in München erreichte. „Ich spüre immer noch eine Grundmüdigkeit in meinem Körper“, erzählt Deichmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die ersten drei Wochen nach Ankunft habe er erst mal gar nichts gemacht, bis auf ein paar lockere Läufe. Seinen Urlaub verbrachte er dann dieses Jahr in Mexiko. Logisch – während seines Laufs durch Mexiko wurde Deichmann als der deutsche Forrest Gump gefeiert und sogar vom Fernsehen live verfolgt. Und die Bekanntheit hält noch an. „Ich war im Urlaub einmal inkognito unterwegs. Dachte ich zumindest. In einer Ortschaft hat mich plötzlich ein Polizist auf dem Fahrrad entdeckt, obwohl der lange Bart ja gar nicht mehr da ist. Er wollte unbedingt mit Blaulicht hinter mir herfahren. Dann war es vorbei mit inkognito und ich habe wieder in jedem Dorf einen Empfang vom Bürgermeister bekommen.“ Das Abenteuer von Jonas Deichmann kann man bald auch in Deutschland in den Kinos verfolgen. Die Gala-Premiere des Films „Jonas Deichmann – Das Limit bin nur Ich“ findet am Montag (9. Mai) im Rahmen des DOK.fest München im Deutschen Theater statt. Bundesweiter Kinostart ist dann ab dem 19. Mai. „Das ist ein tolles Gefühl. Ein Film gibt die ganzen Emotionen noch mal eindrücklicher wieder. Da kommen Erinnerungen wieder hoch“, sagt Deichmann. nms/ markus weinberg