Nach dem Einzug ins Finale der Conference League mit der AS Rom weinte der sonst so coole und manchmal großspurige Jose Mourinho (Foto: epa) hemmungslos. „Warum ich in Tränen ausgebrochen bin? Weil ich fühle, was sie alle fühlen“, sagte der Star-Fußballtrainer nach dem 1:0 im Halbfinalrückspiel der Conference League gegen Leicester City – und bezog sich damit auf die 70 000 Roma-Fans im heimischen Stadio Olimpico. „Das ist noch keine Trophäe, nur ein Finale. Aber es bedeutet ihnen sehr viel. Meine Emotionen galten ihnen.
„Über die Jahre bin ich weniger egozentrisch und mehr wie ein Vater geworden. Es ist ein Sieg für die Familie“, ergänzte der Portugiese, der früher auch mal mit Arroganzanfällen für Schlagzeilen sorgte. „Es geht nicht nur um die Familie auf dem Platz und der Bank, sondern im gesamten Stadion. Das ist unser größter Verdienst: Diese Empathie und das Gefühl von Familie, das wir mit den Fans geschaffen haben.“
Der 59-Jährige, „The Special One“ genannt, kann als erster Coach die Champions League, Europa League und Conference League gewinnen. Am 25. Mai trifft die Roma im Finale im albanischen Tirana auf Feyenoord Rotterdam. Für Rom wäre es erst der zweite internationale Titel nach dem Sieg im Messe-Pokal 1961.