Bayerns Jubiläumsspiel

von Redaktion

3. BBL-Viertelfinale ist das 75. Saisonspiel

München – Nein, so ganz anfreunden konnte sich Andrea Trinchieri mit dem neuen Rhythmus dieser Saison noch nicht. Seit dem zweiten Viertelfinale gegen die Chemnitz 99ers hat der Spielplan seinen Bayern-Basketballern erst einmal fünf Tage Pause beschert. „Erst spielen sie drei Spiele in fünf Tagen, dann kommen die Partien wie guter Wein in ein Glas, Tröpfchen für Tröpfchen“, mokierte sich der Coach, Die unverhofften Trainingseinheiten sind für Trinchieri nur bedingt willkommen: „Die sind für die Spieler die Gelegenheit, sich zu verletzen.“

Und Ausfälle können die Bayern tatsächlich nicht mehr brauchen auf dem Weg durch diese Playoffs. Vor dem dritten Viertelfinale am heutigen Freitag (20.30 Uhr) in Chemnitz ist der vermeintliche Luxuskader weiter auf Kante genäht. Mit Darrun Hilliard und Corey Walden können zwei Leistungsträger weiter nicht mitmachen. Bei Hilliard wird das auch so bleiben, da legte sich Manager Daniele Baiesi fest: „Zu 99,9 Prozent ist die Saison für ihn dabei.“

Nicht zu vergessen Paul Zipser. Der Nationalspieler meldete sich nach seiner Hirnoperation zwischenzeitlich zurück und wurde dann von Corona zurückgeworfen. „Sein Fall ist kein normaler“,. sagte auch Trinchieri, „wir müssen ihn genau beobachten, wann er wieder bereit ist. Vielleicht ist es morgen, vielleicht in einem Monat.“

Dabei hatte gerade der Trainer ja am Ende der vergangenen Saison entschlossen angekündigt, man werde sich besser für die massive Belastung mit Liga und Euroleague rüsten. Doch jetzt, knapp ein Jahr später, ist Trinchieri schwer ernüchtert. „Ich denke, es ist nicht möglich“, sagte er, „du kannst dich für diese Belastungen nicht rüsten. Wir werden diese Diskussion immer haben.“

Das heutige Spiel in Chemnitz ist der 75. Pflichtspieleinsatz der Saison – was für ein Unterschied zu den Gastgebern, die zum 41. Mal ran müssen. Zahlen, die viel aussagen über die Realitäten der Sportart.

Zum Beispiel, dass der Gegner nach den beiden Niederlagen in München verbissen um einen 42. Einsatz kämpfen wird, der dann am Sonntag an gleicher Stelle steigen würde. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden den Tank ausleeren“, sagte Trinchieri, „wir sollten nicht überrascht sein.“  rp

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