Mönchengladbach – Wunschkandidat Lucien Favre, 64, kommt nicht, Borussia Mönchengladbach muss bei der Suche nach einem Cheftrainer wieder von vorne beginnen. Eine schwierige Situation für den fünfmaligen deutschen Meister, der sich nach verkorkster Saison eigentlich wieder in Richtung Europacupplätze orientieren wollte.
Sportdirektor Roland Virkus war auf der Mitgliederversammlung der Gladbacher die Enttäuschung anzumerken, dass der Fußballlehrer aus der Schweiz trotz erfolgsversprechender Gespräche nicht in den Borussia-Park zurückkehren wird.
Nun werden vor allem der ehemalige HSV-Profi Vincent Kompany (36, zuletzt RSC Anderlecht) und der zuletzt in England tätige Daniel Farke (45) als Trainer bei den Fohlen gehandelt. „Wir sind mit diversen Kandidaten im Gespräch“, betonte Virkus – bevor er die 1391 stimmberechtigten Mitglieder über den Korb von Favre informierte.
Klar ist auch, dass der Name Favre natürlich auch die Transferaktivitäten der Borussia – wahrscheinlich positiv – beeinflusst hätte. Der Re-Start bei der Trainersuche könnte auch die Arbeit von Virkus und seinen Mitstreitern nicht gerade einfacher gestalten.
„Sie können sicher sein, dass wir das so schnell wie möglich erledigen wollen“, sagte er zu den Mitgliedern: „Aber: Da wir in den letzten drei Jahren keine guten Entscheidungen getroffen haben, was den Trainer angeht, ist es immens wichtig, dass wir eine gute Entscheidung treffen.“ Dies sei allerdings ausdrücklich nicht als Kritik an Vorgänger Max Eberl gemeint, betonte Virkus. sid