Boston – Auch in San Francisco wird Daniel Theis wohl „courtside“ sitzen, auf einem der besten Plätze, ganz unten, direkt am Spielfeldrand. Was ein Sportfan als Nonplusultra empfindet, schmerzt den Basketballprofi von den Boston Celtics, denn Theis ist in den NBA-Finals zwar dabei, aber wohl eher nicht mittendrin.
Beim Sprung in die Endspielserie schmorte Theis 48 Minuten auf der Bank, so wie in den beiden vorherigen Partien gegen Miami. Im Duell mit den Golden State Warriors, die in der Nacht zu Freitag (03.00 Uhr MESZ/DAZN) beim Auftakt Gastgeber sind, werden auf den großen Positionen wohl wieder andere den Vorzug erhalten.
Ime Udoka, der Boston gleich in seiner ersten Saison als Headcoach in die Finals führte, zog zuletzt Grant Williams, Robert Williams und Routinier Al Horford dem Deutschen vor. Außerdem baut er auf eine kurze Rotation, Udoka bringt nur wenige Profis. Stars wie Jayson Tatum, Jaylen Brown oder Marcus Smart bekommen enorm viel Spielzeit. Theis muss also auf seine Chance hoffen, dann sofort da sein, wenn er gebraucht wird. Keine Frage, er kann das.
Dass er überhaupt dabei ist, liegt an seinen unbestrittenen Qualitäten und einer glücklichen Fügung. Erst im Februar wurde er von Houston zu den Celtics zurückgetauscht. sid