Kaymer startet – und riskiert Strafen

von Redaktion

Golfer spielt bei umstrittener Saudi-Tour

München – Deutschlands einst bester Golfprofi Martin Kaymer (Mettmann) wird an der neuen umstrittenen Turnierserie mit insgesamt 200 Millionen Dollar Preisgeld aus Saudi-Arabien teilnehmen. Das erklärte der frühere Weltranglistenerste im Gespräch mit der „FAZ“. „Ja, ich habe mich angemeldet, um mir einmal mit eigenen Augen ein Bild zu machen“, sagte Kaymer.

Die von Ex-Profi Greg Norman organisierte und mit Milliarden Dollar aus dem saudischen Staatsfonds finanzierte Einladungstour mit dem Auftakt vom 9. bis 11. Juni in der Nähe von London spaltet die Golfwelt. Die mächtige PGA will die Spieler der saudischen Serie von ihren Turnieren ausschließen, zu denen die vier Majors gehören. Das hatte Commissioner Jay Monahan angekündigt.

Auch Kaymer befürchtet Strafen, allerdings nicht durch die PGA, da er keine permanente Spielberechtigung in den USA mehr besitzt. „Für mich geht es nur um Sanktionen der DP World Tour“, sagte der 37-Jährige: „Deren CEO Keith Pelley hat sich zu möglichen Strafaktionen noch nicht geäußert.“

Das Geld lockt. Der Auftakt im Centurion Golf Club ist mit 25 Millionen Dollar Preisgeld dotiert, das auf nur 48 Profis verteilt wird. Gespielt wird an nur drei Tagen. Selbst der Letzte bekommt noch 120 000 Dollar, da kann auch die PGA Tour nicht mithalten. Für Kaymer ist es jedoch ein „Missverständnis“ in den Medien, „dass sich die Teilnahme an diesem Turnier gegen die PGA Tour oder die DP World Tour richtet“. Die neue Serie sei „lediglich eine weitere Option, Profigolf zu spielen.“ sid

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