Berlin – Toni Kroos kann es immer noch nicht verstehen. In einem für ihn so emotionalen Moment solche Fragen zu stellen? „Meine Meinung hat sich nicht geändert, auch ohne Emotionen“, sagte der Champions-League-Sieger in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“. Auch Tage nach dem vieldiskutierten Interview-Abbruch mit ZDF-Reporter Nils Kaben beschäftigt der Vorfall die Protagonisten.
Gegen kritische Fragen habe Kroos generell nichts. Der Vorfall oder „Staatsaffäre“, wie Bruder Felix es aus Spaß nannte, sei für ihn auch nur eine „extrem kleine Klammer in einer unfassbar großen Geschichte“. Er habe sich ebenfalls reflektiert. „Vielleicht hätte man das Wort ‘Scheißfrage’ weglassen können“, sagte Kroos und fügte scherzhaft hinzu: „Man hätte es bei ‘Drecksfrage’ belassen können.“
Eine Besprechung des Vorfalls entfällt aber wohl. Der Gedanke, Kaben einzuladen, sei „schnell verflogen“, sagte Kroos, weil er gesehen habe, dass der Reporter „der Erste ist, der da auch noch ein Interview gibt“. In diesem bot Kaben immerhin auch das Gespräch an: „Ich glaube, dass Toni Kroos und ich drei Sätze darüber wechseln werden, wenn wir uns das nächste Mal begegnen. Und dann ist auch wieder gut.“ sid