München – Noch steht mit Manuel Neuer (36) der beste Torhüter der Welt zwischen den Pfosten des FC Bayern. Der Kapitän hat seinen Vertrag vergangene Woche vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2024 verlängert. „Es war mein Wunsch, dass wir den Vertrag erst mal nur um ein Jahr verlängern. Bis 2024 ist es noch eine Weile hin, ich bin jetzt 36, von daher ist es dann auch so, dass das Hasan Salihamidzic und ich abgesprochen haben. Ich möchte natürlich auch nicht spielen, wenn es mir nicht mehr gut geht“, sagte Neuer kürzlich im DFB-Trainingslager in Marbella.
In zwei Jahren wäre er 38 Jahre alt, selbst für einen Torwart ein biblisches Alter. Da-rum basteln die Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) und seinem Technischen Direktor Marco Neppe (35) an der Zeit nach Neuer – und lassen sich sämtliche Optionen offen. Mit Alexander Nübel (25) hat der Verein im Sommer 2020 den designierten Thronfolger für Neuer verpflichtet.
Wegen mangelnder Spielpraxis wurde Nübel jedoch vergangenen Sommer zum AS Monaco verliehen. Sein Vertrag in München ist bis Sommer 2025 datiert. Trotz Neuers Verlängerung möchte Salihamidzic künftig auch weiterhin mit dem ehemaligen Schalker zusammenarbeiten. „Wir können uns sehr gut vorstellen, seinen Vertrag zu verlängern. Wir werden mit Alex und seinem Berater alle Schritte in engem Austausch abstimmen und immer die beste Lösung für den FC Bayern und Alex suchen und finden“, sagte er der „Sport Bild“.
Neben Nübel hat der Abo-Meister noch ein weiteres Eisen im Feuer: China-Keeper Liu Shaoziyang (18), der bis Sommer 2023 an Austria Klagenfurt verliehen ist. In Österreich soll sich das Torwart-Juwel an den europäischen Fußball gewöhnen – und er macht seine Sache gut, wie aus Klagenfurt berichtet wird. Liu kommt regelmäßig in der zweiten Mannschaft zum Einsatz und trainiert mit den Profis.
Darüber hinaus hat der FCB ein weiteres exotisches Talent auf dem Zettel: Gabriel Slonina (18) von Chicago Fire. Der US-Nationalspieler ist beim MLS-Club trotz seines jungen Alters gesetzt und dementsprechend interessant für die Bayern, die für sämtliche Szenarien nach dem Neuer-Ende gerüstet sein wollen und deswegen dreigleisig fahren.