Untröstliche Ukrainer nach Niederlage gegen Wales – Trainer Petrakow mit Botschaft

von Redaktion

Sogar Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz versuchte die gegen Wales unterlegenen Ukrainer, hier Oleksandr Zinchenko, zu trösten. Deren Trainer, Oleksandr Petrakow, wandte sich erschöpft und traurig mit seinen Worten an die Weltöffentlichkeit. „Sie wissen, was jetzt in der Ukraine passiert. Im ganzen Land tobt der Krieg“, sagte er nach der so knapp verpassten WM-Qualifikation mit nahezu versteinerter Mine. „Täglich sterben Kinder und Frauen. Unsere Infrastruktur wurde von den russischen Barbaren völlig ruiniert.“ Der Fußball wich nach dem 0:1 im Playoff-Finale gegen Wales schnell wichtigeren Themen. Die Russen wollen uns schaden, aber die Ukrainer wehren sich“, sagte Petrakow. „Wir verteidigen unser Land. Wir wollen nur Ihre Unterstützung.“

Wie sein Coach bat auch Manchester Citys ukrainischer Außenbahnspieler Zinchenko um Hilfe und Zusammenhalt. „Wir müssen den Krieg stoppen. Denn heute ist es die Ukraine, morgen kann es Ihr Land sein. Man weiß es nicht. Jeder möchte in Frieden leben“, sagte der 25-Jährige beim TV-Sender BeIN Sports. Zinchenko und seine Teamkollegen hatten zuvor in einem packenden Spiel mehr als 90 Minuten alles für den Traum von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Katar gegeben. Die Ukraine war überlegen, hatte mehr Chancen und verlor auch noch ausgerechnet durch ein Eigentor.

Kapitän Andrij Jarmolenko köpfte im Dauerregen von Cardiff am Sonntagabend in der 34. Minute einen Freistoß von Wales-Superstar Gareth Bale ins eigene Netz. Von den Walisern, die ihre erste WM-Teilnahme seit 64 Jahren feierten, gab es aufmunternden Applaus. In beeindruckender Manier hatten die Ukrainer, von denen viele seit Kriegsbeginn nicht mehr im Verein gespielt haben, in zwei Playoff-Partien Wille, Einsatz und fußballerische Klasse gezeigt. fotos dpa/epa

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