SPEERWERFEN

Julian Weber: Schluss mit ruhig

von Redaktion

Eigentlich ist Julian Weber ein ruhiger Typ. Mitunter so ruhig, dass die Weltklasse-Leistungen des derzeit besten deutschen Speerwerfers im Trubel um die viel präsenteren Rivalen Johannes Vetter und Thomas Röhler regelmäßig untergingen. Doch im Wahnsinns-Leichtathletiksommer 2022 mit Heim-EM und WM soll nun Schluss mit ruhig sein. „Die Rolle des Underdogs war okay – schließlich habe ich noch keinen Titel geholt wie die anderen“, sagte der Olympiavierte bei leichtathletik.de: „Aber dieses Jahr ist es an der Zeit, dass ich mich in der deutschen Spitze durchsetze und zeige, dass ich zur Weltspitze gehöre.“ Der 27 Jahre alte Sportsoldat meldet Ansprüche an – höchst berechtigte: Am Montag steigerte er in Hengelo seinen Hausrekord um gleich 1,25 m auf 89,54. Fünf deutsche Speerwerfer – die noch aktiven Vetter, Röhler und Andreas Hofmann sowie Raymond Hecht und Boris Obergföll – haben bislang die 90-Meter-Marke überboten. Weber dürfte sehr bald der sechste werden.

„Ich hatte immer wieder Probleme mit Verletzungen, mit denen ich mittlerweile aber ziemlich gut zurechtkomme. Das hat viel Arbeit erfordert“, sagte Weber am Montagmittag: „Jetzt bin ich stabil und agil wie noch nie zuvor. Ich bin auf dem besten Weg, wieder Bestweite und darüber hinaus zu werfen.“

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