Sechzig bastelt an der Flügelzange

von Redaktion

Mannheims Boyamba könnte Köllners Außenbahn komplettieren – Wird Ex-Löwe Fröhling neuer Co-Trainer?

München – Am Montagmittag hatte es Löwen-Trainer Michael Köllner eilig. Nach seinem Weißwurstfrühstück mit den 1860-Journalisten musste er los zur Grünwalder Straße. Der Grund: Joseph Boyamba wurde am Trainingszentrum des TSV vorstellig. Köllner zeigte dem Rechtsaußen vom SV Waldhof Mannheim das Gelände und ließ sicher hier und da mal fallen, wie er sich die Zusammenarbeit mit dem 25-Jährigen vorstellt. Denn: Boyamba soll Löwe werden!

Seinen Lauf hinein in den Profifußball nahm Boyamba über die Jugendteams des MSV Duisburg, von Schalke 04 und Borussia Dortmund. 2018 dann der Wechsel nach Mannheim, wo er wegen seines unermüdlichen Einsatzes schnell zu einem der Publikumslieblinge avancierte. Nach der nicht verlängerten Leihe Merveille Biankadis vom 1. FC Heidenheim sieht der Klub auf dem Flügel noch Handlungsbedarf – auch wenn Neuzugang Albion Vrenezi (28) diese Position auch spielen kann. Boyamba sucht neben seiner Schnelligkeit auch gerne das Eins-gegen-Eins; versucht, sich auch auf engstem Raum durchzusetzen. Und anders als Vrenezi brächte er eine Menge Physis mit.

Was auf den ersten Blick wie eine sehr prominente Doppelbesetzung ausschaut, könnte bei näherem Hinsehen durchaus Sinn ergeben. Beide, sowohl Vrenezi als auch Boyamba, haben in der abgelaufenen Saison immer wieder auf Links agiert. Möglich, dass Köllner mit beiden die neue Giesinger Flügelzange plant. Einzig: 1860 hat nach Informationen unserer Zeitung im Werben um Boyamba namhafte Konkurrenz aus der zweiten und dritten Liga und auch aus dem Ausland. Das weiß wohl auch Köllner, weshalb der Löwen-Coach auch hier im Gespräch unter vier Augen überzeugen wollte. Wäre ja nicht das erste Mal…

Indes könnte die vakante Stelle des Co-Trainers schon bald mit einem alten Bekannten besetzt sein: Thorsten Fröhling. Schon von 2013 bis 2015 war der 55-Jährige Co-Trainer der Löwen, rettete den Klub als Interimscoach in der Relegation 2015 gegen Holstein Kiel (2:1 und 0:0) vor dem damals drohenden Fall in die Drittklassigkeit. 2016 wurde er Trainer des SV Wehen Wiesbaden, dann folgten vier Jahre bei Schalke II. Nun kann sich Fröhling eine Rückkehr vorstellen, heißt es von Seiten seines Beraters. „Sechzig ist für Thorsten ein geiler Verein, mit gutem Trainer und guter sportlicher Führung. Er hatte beim TSV mit die beste Zeit seiner Karriere. Und er hat Ambitionen, in die zweite Liga aufzusteigen.“ Könnte also passen. JACOB ALSCHNER

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